Presseinformation_Alernatives for Plastics_Foto 2 (Quelle Kuraray)

Fokussiert werden cellulosebasierte Fasernetzwerke. Die PVOH-Materialien der Marken Kuraray Poval, Exceval sowie die synthetischen PVOH-Fasern Kuralon von Kuraray leisten mit ihrer stabilisierenden Wirkung einen zentralen Beitrag für die Entwicklung anspruchsvoller Werkstoffe. (Bild: Kuraray)

Unter der Leitung des finnischen Forschungsinstituts VTT sollen in dem 3-Jahres-Projekt im Labor entwickelte Materialien aus natürlichen Fasern verstärkt in industrielle Anwendung gebracht werden – etwa für Lebensmittelverpackungen, Filter, Textilien sowie Wisch-, Hygiene- und Baumaterialien. Die PVOH-Werkstoffe der Kuraray Marken Kuralon, Kuraray Poval sowie Exceval können die Stabilität dieser Fasernetzwerke wesentlich verbessern und lassen sich als Schaumbildner einsetzen. Neben seinen Werkstoffen und seiner Expertise investiert Kuraray auch 60.000 Euro in die Forschungsinitiative.

Nachhaltige Cellulose-Faser können Kunststoffe ersetzen

„Wir pflegen mit den Experten von VTT eine enge Zusammenarbeit. Bei einem früheren gemeinsamen Programm konnten wir zeigen, welche neuen Potenziale unsere Werkstoffe von Kuraray Poval und Kuralon als Schaumbildner und Festigkeitsmittel für die Papierherstellung eröffnen. Die Ergebnisse wurden unter anderem auf der Papercon 2017 in Minneapolis (USA) vorgestellt“, sagt Jens-Mikael Gottberg, Regional Marketing Manager bei Kuraray. „Gemeinsam mit dem VTT-Forschungsteam und unseren Partnern im Projekt Piloting Alternatives for Plastics zeigen wir nun, welche Möglichkeiten biobasierte Materialien wie Cellulosefasern beim Ersatz von Kunststoffen bieten. Mit ihren besonderen Eigenschaften können die PVOH-Materialien von Kuraray Poval sowie die PVOH-Fasern unserer Marke Kuralon die Leistungsfähigkeit von Fasernetzwerken in zahlreichen Anwendungen deutlich verbessern.“

PVOH für starke Fasernetzwerke: leistungsfähig und biologisch abbaubar

Die PVOH-Werkstoffe der Marken Kuraray Poval sowie Exceval zeichnen sich mit ihrer hervorragenden Haftung an Zellulose, Klebekraft und ihrem sehr guten Filmbildungsverhalten aus. Diese einzigartigen Eigenschaften machen die Materialien ideal für eine Vielzahl von Anwendungen bei der Papierherstellung und werden unter anderem für die Produktion von Grafik-, Thermo- und Tintenstrahlpapier sowie Gewebe- und Trennpapier verwendet. „Für ,Piloting Alternatives for Plastics‘ bietet insbesondere unser neuer Materialtyp Kuraray Poval 200-88 KX Vorteile“, sagt Heiko Mack, Head of Poval Business bei Kuraray. „Mit seinem hohen Molekulargewicht besitzt das PVOH-Material sehr gute Filmbildungseigenschaften und verleiht Fasernetzwerken eine ausgezeichnete Zugfestigkeit und Elastizität. Darüber hinaus ist der Werkstoff wie alle Materialien unserer Marken Kuraray Poval sowie Exceval biologisch abbaubar – das passt natürlich sehr gut zu der Zielsetzung der Initiative.“

Starke Fasern für geschäumte Faserwerkstoffe

Zudem testet Kuraray bei dem Forschungsprojekt neue Einsatzmöglichkeiten für die synthetischen PVOH-Fasern seiner Marke Kuralon. Mit ihrer hohen Reißfestigkeit, alkalischen Beständigkeit und Matrixaffinität werden die Fasern als Verstärkung etwa in Spezialpapieren, Beton, Kunststoffen sowie Gummiprodukten wie Reifen und Schläuchen eingesetzt. „Gemeinsam mit unseren Projektpartnern und den Experten von VTT untersuchen wir, inwiefern Kuralon als Bindefaser insbesondere dickeren Papierwerkstoffen im Schaumformverfahren eine höhere Gefügefestigkeit verleiht“, sagt Koichi Kambe, Head of Industrial Fibers bei Kuraray.

Das Projekt „Piloting Alternatives for Plastics“ läuft bis zum Jahr 2023 und wird jeweils zu gleichen Teilen von der Europäischen Union, der finnischen Regierung sowie den 56 internationalen Projektpartnern getragen. Kuraray beteiligt sich an dem Projekt mit 60.000 Euro. „Mit Materialien wie der bio-basierten Barrierefolie Plantic sowie dem Bio-Elastomer Liquid Farnesene Rubber bietet Kuraray bereits eine Reihe nachhaltiger und leistungsfähiger Alternativen zu fossilen Kunststoffen“, betont Heiko Mack. „Mit dem Forschungsprojekt ,Piloting Alternatives for Plastics‘ bauen wir nun unsere Expertise im Bereich cellulosebasierter Netzwerke weiter aus und entwickeln daraus ganz neue Anwendungsmöglichkeiten für unsere Materialien.“ (ega)

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