Mit der Recyclinganlage S:Gran wird die Folie Woodly rezykliert. (Bildquelle: NGR)

Mit der Recyclinganlage S:Gran wird die Folie Woodly rezykliert. (Bildquelle: NGR)

„Das Recycling von Woodly-Material von Folien zu Granulat war einfach und das Granulat war von hoher Transparenz. Aus dem recycelten Woodly-Granulat konnte in unserem Labor unter typischen Polyolefin-Verarbeitungsbedingungen und Extrudereinstellungen eine klare, 20 Mikrometer dünne Flachfolie hergestellt werden, was darauf hindeutet, dass das Material auch für Blasfolienprozesse geeignet ist. Das ist außergewöhnlich, da die Wiederaufbereitung von biobasierten Kunststoffen zu dünnen Folien typischerweise keine einfache Aufgabe ist“, sagt Dr. Peter Hierzenberger, Ingenieur für Entwicklung und Verfahrenstechnik bei NGR.

Martta Asikainen, CTO von Woodly, freut sich über den gut gelaufenen Pilotversuch: „Wir glauben, dass die Zukunft der Kunststoffe sowohl erneuerbar als auch recycelbar ist. Nur so lässt sich der wachsende Materialbedarf nachhaltig decken. Unser Ziel ist es, sowohl den Bedarf an fossilen Rohstoffen als auch an Neumaterial zu reduzieren. Mit NGR haben wir einen zuverlässigen Partner für das Recycling gefunden, mit dem wir die Zusammenarbeit gerne ausbauen werden.“

Blick ist zukunftsgerichtet

Trotz der Coronavirus-Pandemie plant Woodly noch in diesem Jahr die Einführung des innovativen Materials in verschiedenen Verpackungsanwendungen. „Unserer Meinung nach hat die aktuelle Situation mit dem Coronavirus die dringende Notwendigkeit der Nachhaltigkeit deutlich gemacht. Unser Auftrag, den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen, ist heute wichtiger denn je. Glücklicherweise gibt es viele gleichgesinnte Brand Owner, die die gleiche Strategie haben, über diese aktuelle Situation hinauszublicken und in die Zukunft zu investieren“, schließt Martta Asikainen. (sf)