Mehrere rote und blaue Schläuche.

Mit plan abdichtenden Stirnflächen erlaubt das Multikupplungssystem eine sichere und einfache Verriegelung und verhindert das Austreten von Temperiermedien. (Bild: Hasco)

Der Systemlieferant für Medizintechnik Wirthwein Medical aus Mühltal im Odenwald entwickelt und produziert kundenspezifische Kunststoffkomponenten und Systeme mit den Schwerpunkten Diagnostik, Medizin- und Pharmatechnik. Die meisten Produkte werden in Reinräumen der ISO Klasse 7 gefertigt. Zum Portfolio gehören unter anderem Produkte für die DNA-Analyse und zur Blutanalyse, bis hin zu PCR Tubes, welche in der Labordiagnostik unter anderem auch für Covid19-Tests eingesetzt werden. Anwenderspezifische Kunststoffkomponenten werden auch auf mehreren Werkzeugen gefertigt, um Ausfallzeiten für die Reinigung und die Wartung auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. So stellt das Unternehmen beispielsweise Küvetten auf 64-fach Werkzeugen her. Da diese Produkte auf mehreren Anlagen laufen, steht alle 1,5 Wochen ein Werkzeugwechsel zur Reinigung bzw. Wartung an. Diese Reinigungsintervalle sind zur Gewährleistung der hohen Produktqualität erforderlich, da es sich bei den Küvetten um hochtransparente Teile handelt, die in Photometern optisch ausgewertet werden.

Was das neue System bewirkt

Vor dem Hintergrund dieser häufigen Werkzeugwechsel war es notwendig die Rüstvorgänge zu optimieren. „Bei einem 64-fach Werkzeug mit 16 Temperierkreisläufen ist das schon eine sehr hohe Zahl an Schläuchen, die jedes Mal gelöst, ausgeblasen und wieder an der richtigen Position angeschlossen werden müssen“, sagt Timo Reifenberger, Leiter Anwendungstechnik bei Wirthwein Medical. „Das dauert pro Werkzeug gut und gerne 30 Minuten.“ Da das Unternehmen seit vielen Jahren auf Normalien von Hasco setzt, wurde nach einer Multikupplungslösung gesucht. „Die Anfrage kam für uns genau zum richtigen Zeitpunkt,“ erläutert Frank Minninger, Technischer Verkäufer bei Hasco, „denn ein vergleichbares Produkt sollte zur Fakuma 2021 vorgestellt werden.“ Die beiden Partner entwickelten in kürzester Zeit die ersten Funktionsmuster der Multikupplungssysteme, die bei Wirthwein ausgiebig getestet und durch den Normalienhersteller weiter optimiert wurden.

Zwei Männer mit Nasen-Mundschutz vor einer Maschine.
Frank Minninger, Technischer Verkäufer bei Hasco (links) und Timo Reifenberger, Leiter Anwendungstechnik bei Wirthwein Medical. (Bild: Wirthwein Medical)

Die Vorteile einer modularen Bauweise

Während das Odenwälder Unternehmen für dieses Produkt aus prozessbedingten Gründen ein offenes Temperiersystem benötigt, das beim Rüstvorgang komplett ausgeblasen werden muss, stellte Hasco zeitgleich auf der Fakuma das neue leckagearme Multikupplungssystem vor. Die Systeme, egal ob mit/ohne Ventil oder leckagearm, ermöglichen die zentrale Verbindung von Temperierkreisläufen in nur einem Arbeitsschritt und bieten zahlreiche Vorteile der Prozessoptimierung. Rüstvorgänge gehen schneller und einfacher von der Hand und es besteht keine Gefahr Leitungen zu verwechseln. Im Fall der Küvetten Produktion konnte die Rüstzeit um die Hälfte auf nunmehr 15 Min. halbiert werden. „Das leckagearme Multikupplungssystem mit plan abdichtenden Stirnflächen erlaubt eine besonders sichere und einfache Verriegelung und verhindert das Austreten von Temperiermedien beim Entkuppeln“, erklärt Minninger.

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In welchen Varianten ist das System verfügbar?

Durch die modulare Bauweise und die zahlreichen neuen Varianten sind individuelle Konfigurationen und die Integration in bestehende Systeme einfach möglich. Es sind 6, 12 und 20-fach Systeme verfügbar, wobei auch einzelne Kupplungen ohne die Demontage von Schläuchen ausgetauscht werden können. Die Multikupplungen sind mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Verschlusskupplungen und Verschlussnippeln erhältlich. Dazu gehören Varianten mit Innen- oder Außengewinde, Push-Lok oder mit Schlauchtülle.
Neben den erheblichen Einsparungen bei den Rüstzeiten sieht Timo Reifenberger insbesondere die verbesserte Ergonomie als Vorteil. „Es ist doch recht mühsam eine große Zahl einzelner Schläuche an- und abzustecken und das womöglich noch auf beiden Seiten der Maschine. Jetzt kann die Verbindung der Temperierkreisläufe mit nur einer Hebelbetätigung erfolgen und ein Vertauschen der Schläuche ist ausgeschlossen.“ Für künftige Projekte, bei denen die Maschinen komplett in einem Reinraum stehen, zieht Timo Reifenberger durchaus in Erwägung, die Vorteile der leckagearmen Variante zu nutzen, um so den Arbeitsschritt des Ausblasens einzusparen.

Quelle: Hasco

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