Mehrere durchsichtige Pipetten nebeneinander. Daneben eine Hand mit blauem Schutzhandschuh.

(Bild: Pascal Halter - stock.adobe.com)

Um den nicht erst seit der Covid-19 Pandemie steigenden Bedarf an Spritzen und Pipetten decken zu können, werden weltweit die Produktionskapazitäten in diesen Bereichen hochgefahren. Gefragt sind effiziente, leistungsstarke Präzisionswerkzeuge in hochfachiger Ausführung mit bis zu 128 Kavitäten. Neben dem für die Massenfertigung geforderten hohen Ausstoß mit maximaler Werkzeugverfügbarkeit und dementsprechend minimalen Stillstandzeiten für Routinewartungen gehören eine hohe Wiederholgenauigkeit sowie eine perfekte Anschnittkosmetik zu den Anforderungen. Dabei ist die seitliche Direktanspritzung in den meisten Fällen das Mittel der Wahl. Für eine sehr gute Werkzeugperformance ist die Auswahl der geeigneten Heißkanalkomponenten ebenso entscheidend, wie eine wartungsoptimierte Werkzeugauslegung. Ewikon, Frankenberg, bietet mit der HPS III-MH111 Mehrfachdüse eine schlank bauende und speziell für die Spritzen- und Pipettenfertigung konzipierte Lösung an. Im Vergleich zu konventionellen Konzepten steht dem Werkzeugbauer damit deutlich mehr Bauraum zwischen Düsenkörper und Artikelkontur zur Verfügung. Dieser kann für die Integration einer umlaufenden Artikelkühlung sowie einer effektiven Kavitätenentlüftung genutzt werden. Beide Faktoren ermöglichen durch reduzierte Zykluszeit und verbesserte Formfüllung eine besonders effiziente Produktion. Die bewährte Spitzenwechseltechnologie erlaubt größtmögliche Wartungsfreundlichkeit. Ein Austausch der Spitzeneinsätze kann auf der Maschine äußerst einfach von der Trennebene aus erfolgen, ohne das Werkzeug demontieren zu müssen. Ein weiteres besonderes Merkmal ist der zweiteilige Aufbau der Düse. Die Hauptdüse ist in verschiedenen Längen zum Anpassen auf jede Bauteilgröße verfügbar. Sie wird von einer Übergabedüse mit Schmelze versorgt. Diese ist unter dem Verteiler installiert und dichtet stirnseitig leckagesicher mit der Hauptdüse ab. Durch das Entkoppeln von Haupt- und Übergabedüse ermöglicht dieses Konzept besonders wartungsfreundliche Werkzeugaufbauten, die in zwei Varianten realisiert werden können.

Welche Variante darf es sein?

Die erste Variante integriert alle Hauptdüsen inklusive der kompletten Verkabelung in eine separate Düsenhalteplatte. Auf diese wird die Konturplatte aufgesteckt, bevor die Spitzeneinsätze montiert werden. Wird ein Austausch einer Düse nötig, ist dies äußerst einfach realisierbar. Nach Abziehen des Pakets aus Düsenhalteplatte und Konturplatte und Demontage der betreffenden Düsenspitzen kann die auszutauschende Düse problemlos nach hinten aus der Platte gezogen werden, ohne die Spitzen der restlichen Düsen demontieren zu müssen. Das Trennen der elektrischen Verbindung zwischen den Platten erfolgt dabei einfach über ein Stecksystem.Bei der zweiten Variante wird jede Hauptdüse in einem separaten, kundenseitig gefertigten Kavitätenblock mit eigenem Kühllayout verbaut. Diese Blöcke werden mit Hilfe einer geeigneten Zentrierung direkt mit einer Zwischenplatte verschraubt, über die die Versorgung mit Kühlmittel erfolgt. In der Zwischenplatte ist weiterhin die elektrische Zuspeisung integriert. Der elektrische Anschluss erfolgt für jeden Kavitätenblock separat über einen Verbindungsstecker. Bei einem anstehenden Düsenwechsel oder einer Wartung der Einsätze wird einfach der gesamte Block von der Trennebene aus ausgetauscht. Hierzu kann eine gewisse Anzahl an fertig montierten Kavitätenblöcken inklusive Heißkanaldüse zum Austausch vorgehalten werden. Mit dieser Variante ist zwar ein besonders effektives Verkürzen der Stillstandzeiten möglich, jedoch muss berücksichtigt werden, dass auch alle Austausch-Kavitätenblöcke validiert werden müssen. Beide Varianten wurden bereits erfolgreich in der Praxis eingesetzt. Dank der bereits erwähnten Spitzenwechseltechnologie kann – unabhängig von der verwendeten Variante – ein einfacher Wechsel der Düsenspitzen natürlich jederzeit mit minimalem Zeitaufwand erfolgen. Kombiniert mit der vollbalancierten Verteilertechnik des Heißkanalherstellers und präziser pro Control Regeltechnik können damit hochfachige, effiziente und prozesssichere Werkzeuglösungen einfach realisiert werden. Der optionale Einsatz des smart Control Assistenzsystem des Herstellers zur ganzheitlichen Prozessüberwachung erlaubt zudem die vollständige Integration von Werkzeug und Heißkanal in die vernetzte Spritzgießproduktion und hilft dabei, die Prozesssicherheit weiter zu steigern.

Quelle: zu Ewikon

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EWIKON Heißkanalsysteme GmbH

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