Framas

Bei den neuen Maschinen bei Framas handelt es sich um Arburg Allrounder 720 A 3200-800/290 mit Robotsystem Multilift Select in Auslegerbauweise. (Bildquelle: Framac)

Bislang vor allem in Branchen wie Automotive oder Medizintechnik etabliert, nutzt die Framas Gruppe künftig die Vorzüge des Mehrkomponentenspritzgießens auch im angestammten Segment der Entwicklung und Herstellung von Hochleistungskomponenten für Sport-, Funktions- und Mode­schuhe. Dazu hat das auch in China, Hongkong, Indonesien, Südkorea, in den USA und in Vietnam vertretene Unternehmen an seinem deutschen Firmensitz im westpfälzischen Pirmasens vier 2K-Spritzguss­maschinen angeschafft.

Einlegen entfällt

Der 2K-Spritzguss ersetzt das sonst übliche Einlegeverfahren mit den einhergehend aufwendigeren, weil mehrstufigen Prozess­schritten. Zwei verschiedene Kunststoffe in nur einem Fertigungsschritt zu einem Endprodukt zu verarbeiten, ist gerade bei hohen Stückzahlen deutlich effizienter und minimiert zudem dank höherer Automatisierungsrate die Fehlerpotenziale. Beim ersten Einsatz der neu installierten Maschinen im Rahmen eines Ende 2020 produktiv gehenden Kundenprojekts wird bei der Fertigung einer Laufsohle eines Sicherheits­schuhs ein zweites TPU (Thermoplastisches Polyurethan) mit rutschhemmenden Eigenschaften in ein und demselben Arbeitsprozess eingespritzt.

Nach ersten Installationen im August und Oktober letzten Jahres sind hierfür im Mai und im Juni 2020 zwei weitere Spritzgussmaschinen eingerichtet worden. Neben der Integration in das erst kürzlich eingeführte Manufacturing Execution System (MES) Hydra wurden mittlerweile auch die erforderlichen Schulungen durchgeführt. Die Gesamtinvestition beträgt über eine Mio. EUR. Am Standort Pirmasens unterhält der Kunststoffverarbeiter jetzt insgesamt 34 Kunststoffspritzgussmaschinen unterschiedlicher Art.

„Als äußerst vielseitige Werkstoffe bieten Kunststoffe eine sehr hohe Varianz an mechanischen Materialeigenschaften. Dabei kann es um Elastizität, Kratz- und Bruch­festigkeit genauso gehen wie um Lichtechtheit oder auch wie in unserem Neuprojekt gefordert um die Rutschfestigkeit“, erklärt Andreas Quade, General Director Technology Framas Kunststofftechnik und verantwortlich für die Produktion. „Die sichere Materialpaarung zweier TPU in einem Prozessschritt durchf­ühren und das Werkstück komplett auf nur einer Maschine fertigen zu können, bringt weitreichende Vorteile mit sich.“ (sf)

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