Werkzeug für die Herstellung von Blutröhrchen

Das Computersystem ermöglicht das Monitoring und Überwachen des kompletten Werkzeug-Lebenszyklus. Hier ein Werkzeug für die Herstellung von Blutröhrchen. (Bild: Arburg)

Für welche konkreten Vorteile Digitalisierung und Automation in der Kunststoffverarbeitung in der Praxis sorgt, ist besonders gut an einem Beispiel der Fertigung transparenter Blutröhrchen für die Medizintechnik zu sehen.

Das Computersystem Moldlife Sense ermöglicht das Monitoring und Überwachen des kompletten Lebenszyklus. Die neue Lösung für die Kommunikation zwischen Werkzeug und Maschine hat Arburg gemeinsam mit Hack, Kirchheim unter Teck, realisiert. Die hybride Spritzgießmaschine in Reinraumausführung fertigt mit einem 32-fach-Werkzeug des Kirchheimer Unternehmens transparente Blutröhrchen aus bruchsicherem PET. Mit Hilfe von Sensorik kann genau zugeordnet werden, wo am Werkzeug Veränderungen eintreten. Zwei Kameras machen beispielsweise Bilder oder Videos von Werkzeugtrennung und Teileausstoß. Hinzu kommen vier Weg- sowie vier Klopfsensoren für die Säulenführungen. So können Prozessänderungen frühzeitig erkannt und Schäden am Werkzeug vermieden werden. Die Daten werden über eine OPC-UA-Schnittstelle direkt an die Maschinen-Steuerung weitergegeben.

Gestica-Features für schnelles und sicheres Arbeiten

Neben dem Werkzeug sind auch Heißkanalregler, ein spezieller PET-Materialtrocker und die Automation über OPC-UA mit der zentralen Gestica-Steuerung verbunden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise die Temperaturen von Heißkanal und Trockner überwachen und die Automation direkt über die Maschinensteuerung starten und stoppen. Die Heißkanalregler kommunizieren dazu über die Euromap (EM) 82.2 und die Automation über die neue Schnittstelle EM 79. Weitere Features wie die Steuerungsfunktion AXW Control Pressure Pilot und der AXW Control Melt Assist sorgen für zusätzliche Prozesssicherheit und ermöglichen komfortables und schnelles Arbeiten.

Inline-Qualitätssicherung

Je 32 Blutröhrchen werden in einer Zykluszeit von rund 7,5 Sekunden gefertigt und über einen Side-Entry-Robot entnommen. Die gekapselte Automation ist mit vier Kameras ausgestattet, die die Bauteile auf Geradheit prüfen. Über eine Taste kann zudem eine QS-Anforderung abgerufen werden.

K 2022: Halle 13, Stand A13-1 – B13

Quelle: Arburg

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