Kunststoffrezyklat

PMMA-Rezyklat ist aktuell sehr gefragt. Pekutherm investiert deshalb in seinen Standort in Geisenheim und baut die Kapazitäten aus. (Bild: Pekutherm Kunststoffe)

Der allgemeine Trend zur Nachhaltigkeit lässt Hersteller bei der Produktion von Kunststoffen vermehrt auf Rezyklate zurückgreifen. Insbesondere recycelte Produkte aus Acrylglas (PMMA), Polycarbonat und PETG (Copolyester) sind gefragt.

Dazu sagt der Geschäftsführer von Pekutherm, Heiko Pfister: „In den vergangenen Monaten hat sich der Bedarf an hochwertigen Kunststoff-Rezyklaten maßgeblich erhöht. In vielen Branchen ist vor allem kundenseitig die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten aus Recycling-Werkstoffen deutlich gewachsen.“ Das Geisenheimer Unternehmen ist einer der führenden Betriebe beim Herstellen hochwertiger Rezyklate, die qualitativ dem Ursprungsprodukt ebenbürtig sind und daher im Upcycling-Verfahren für gleichwertige Produkte genutzt werden können.

Im Oktober hat der Recycler aufgrund der erhöhten Nachfrage eine neue Schredderanlage zur Vorzerkleinerung großer und schwerer Plattenmaterialien in Betrieb genommen. Die Anlage verfügt über eine Durchsatzleistung von einer Tonne pro Stunde. Hinzu kommen weitere Arbeitsplätze, die im Einkauf, Verkauf und der Produktion geschaffen wurden.

Pekutherm investiert und setzt auf Closed-Loop-Verfahren

In den kommenden Monaten wird die Kapazität noch weiter ausgebaut, wie der Geschäftsführer verrät: „Wir planen eine weitere Steigerung unseres Outputs von 8.000 auf 10.000 Tonnen pro Jahr, um dem steigenden Bedarf Rechnung zu tragen. Für zahlreiche Kunststoffverarbeiter ist die Nutzung hochqualitativer Rezyklate eine Möglichkeit, der massiven Nachfrage nach nachhaltigen Produkten zu begegnen.“

In der Kunststoffbranche gewinnt daher das Closed-Loop-Verfahren immer mehr Gewicht, bei dem aus bestehenden Produkten neue entstehen, die qualitativ keine Abstriche nötig machen. „Wir arbeiten bereits jetzt mit dem Closed-Loop-Verfahren und erzielen eine Reinheit unserer Materialien, die der Industrie die gleichwertige Verarbeitung zu neuen Werkstoffen ermöglichen. Wenn aus Kunststoffabfall minderwertige Produkte produziert werden, endet der Rohstoff nach einem Zyklus meist im Müll. PMMA kann jedoch bis zu sieben Zyklen genutzt werden. Daher würden wir uns wünschen, noch mehr Unternehmen würden sich bei der Entsorgung für unser Recycling-Konzept entscheiden und den Nachschub in die Nachhaltigkeit vergrößern“, beschreibt der Recycling-Experte Heiko Pfister von Pekutherm.

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

Mit „Ecoboxen“ Kreisläufe schließen

Das Unternehmen bietet ein Konzept, bei dem Kunststoffverarbeiter, Einzelhändler, Messe- oder Ladenbauer die sogenannte Ecobox nutzen können. Diese faltbaren Sammelcontainer ermöglichen es, auch größere Mengen von beispielsweise PMMA-Abfällen zu sammeln, zwischenzulagern und in die Logistik zu den Pekutherm-Standorten zu geben. Mit diesem Modell gewährleistet das hessische Unternehmen den bundesweiten Nachschub an Rohstoffen, die dann im Werk Geisenheim sortiert und verarbeitet werden.

Das Geschäft lohnt sich sogar doppelt: Auch die Abfälle – von ausrangierten Spuckschutz-Wänden aus Geschäften über Warendisplays oder ausgediente Messestände und viele weitere Produkte – werden unternehmensseitig vergütet. Selbst der Verschnitt von Unternehmen, die Acrylglas verarbeiten, macht pro Jahr einige Tonnen pro Lieferant aus.

„Das Material gehört nicht auf den Müll, sondern in den Kreislauf. Jedes in der Müllverbrennung vernichtete Stück Plastik, vor allem hochwertige Stoffe wie Plexiglas, sind ein Schaden für die Umwelt und den Wirtschaftskreislauf rund um das Recycling“, sagt Pfister.

Quelle: Pekutherm Kunststoffe

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Pekutherm GmbH

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