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Anybrid ist das jüngste Startup des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechink welches aus einem EXIST Forschungstransfer hervorgegangen ist. Dieses Vorhaben wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und betreut durch den Projektträger Jülich. (Bild: Anybrid)

„Für uns als junges Startup ist diese internationale Auszeichnung der perfekte Rückenwind zum richtigen Zeitpunkt, um unsere Technologie auf dem Markt einzuführen.“ sagt Dr. Michael Stegelmann dazu, der in der Anybrid die Vertriebsleitung übernimmt. „Wir wissen, dass unsere Technologie enormes Potential hat, das heißt jedoch nicht, dass das Potential auch direkt von allen potentiellen Kunden erkannt wird. Da hilft natürlich so ein Signet des JEC Awards enorm.“

Jec Award für Anybrid

Auch die Institutsleitung des ILK freut sich über die Auszeichnung wie Prof. Niels Modler hervorhebt: „Die Idee des mobilen Spritzgießens ist so einfach und genial zu gleich, dass sie manche konventionelle Verarbeitungsverfahren mit einem Mal in den Schatten stellt. Als Leichtbauer bringen wir unserem Nachwuchs von Anfang an bei, konventionelle Bauweisen zu hinterfragen und dadurch die Potentiale von neuartigen Werkstoffen und Prozessen maximal auszunutzen. Dies ist dem Anybrid-Team ausgezeichnet gelungen. Wir freuen uns, sie auf dem weiteren Weg als Partner zu begleiten.“

Maschinentechnik im Leichtbaudesign

Mit Robin hat das Gründerteam eine revolutionäre Technologie zur Produktion von hybriden Bauteilen entwickelt, die sich dadurch auszeichnet, dass die Maschinentechnik durch Hochleistungswerkstoffe und effizientes Leichtbaudesign zu einem Fliegengewicht geworden ist. So kann die ca. 140 kg schwere Spritzgießanlage mit einer Schließkraft von bis zu 12 Tonnen erstmalig an klassische Industrierobotik oder Portalsysteme montiert werden und so frei im Raum bewegt werden. Auf diese Weise können ein oder mehrere Robin-Systeme ideal in kontinuierliche Fertigungslinien wie der Extrusion oder Pultrusion integriert werden. Somit werden mit einem Schlag bisherige Einschränkungen zur Gestaltung von Profilen aufgelöst und für eine Vielzahl von fertigenden Unternehmen eine innovative Möglichkeit geschaffen sich vom Massenmarkt abzuheben.

Breites Einsatzspektrum im hybriden Leichtbau

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Die Technologie des Robotised Injection Moulding (ROBIN) der Anybrid bietet ein breites Einsatzspektrum der Technologie, vor allem in Bezug auf die Funktionalisierung verschiedener Halbzeuge wie Stahl, Aluminium oder auch Holz. Sie wurde mit dem diesjährigen JEC Composites Connect Innovation Award in der Kategorie „Equipment and Machinery“ auf der diesjährigen digitalen JEC Connect ausgezeichnet.

Tony Weber, im Anybrid-Team für die Technologie und Produktion verantwortlich, stellt heraus: „Die Versuche innerhalb des letzten Jahres zeigen ein breites Einsatzspektrum der Technologie, vor allem in Bezug auf die Funktionalisierung verschiedener Halbzeuge wie Stahl, Aluminium oder auch Holz auf.“ Im ersten Pilotprojekt gemeinsam mit der Inometa und Mitsui Chemicals Europe konnten bereits erfolgreich gewickelte Thermoplast-Carbon-Rohre mit dem ROBIN System funktionalisiert werden. So kann das ROBIN System perspektivisch auch als ideale Ergänzung in Fertigungszellen zur Profilherstellung eingesetzt werden. Dies nahm das ANYBRID Team zum Anlass, auch die Funktionalisierung von Holzstäben und Aluminium-Rohren mit dem gleichen Werkzeugsystem zu testen. „Die Validierung der Technologie an realen Bauteilen und Prozessen ist ein wichtiger Schritt für einen Marktzugang, um so auch der holzverarbeitenden Industrie ganz neue Möglichkeiten vorzustellen.“ stellt Tony Weber fest.

In einer Vielzahl von weiteren Pilotprojekten möchte das Team nun die vielseitigen Potentiale weiter aufzeigen, um bereits im nächsten Jahr erste ROBIN Systeme zu verkaufen. Bis dahin kann das Team auf die Förderung im Rahmen eines EXIST Forschungstransfers und die Unterstützung des Instituts setzen.

Zu Anybrid

Anybrid ist das jüngste Startup des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechink welches aus einem EXIST Forschungstransfer hervorgegangen ist. Dieses Vorhaben wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und betreut durch den Projektträger Jülich. (ega)

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