Altkunststoffballen

Faerch verwertet Post-Consumer-Abfälle. (Bild: Faerch)

Lebensmittelverpackung
Faerch produziert Lebensmitteltrays aus 100 % rPET. (Bild: Faerch)

Faerch ist einer der führenden Hersteller von Lebensmittelverpackungen, die zu einem großen Teil aus PET-Tiefziehfolien hergestellt werden. Diese sogenannten Trays sind vor allem im Lebensmittelbereich, wo Lebensmittelsicherheit, Haltbarkeit und klare Sicht auf das verpackte Produkt gefordert sind, besonders geeignet. An mehreren Standorten in Europa produziert Faerch Trays für Fertiggerichte, Frischfleisch, Speisen zum Mitnehmen sowie Verpackungen für Milchprodukte. Diese Verpackungen müssen für den Direktkontakt mit Lebensmitteln höchsten Qualitätsansprüchen entsprechen und besondere funktionelle Eigenschaften erfüllen, etwa wenn flüssige Lebensmittel darin transportiert und Speisen darin tiefgefroren oder

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

Mit Vacurema-Technologie den Kreislauf für Lebensmittelschalen schließen

Die Trays, die Faerch produziert, sind vollständig recycelbar und bestehen je nach PET-Typ (CPET, MAPET oder APET) bis zu 100 % aus recyceltem Post Consumer PET (rPET). Der  Verpackungshersteller arbeitet hier eng mit Erema, Ansfelden, Österreich, zusammen. Im  Vergleich zum Bottle-to-Bottle Recycling, wo sich die Kreislaufwirtschaft schon seit 20 Jahren erfolgreich etabliert hat, hinkte man beim Schließen des Materialkreislaufs von PET-Trays deutlich hinterher. „Für uns war klar, dass bei entsprechender Modifizierung unserer flexiblen Vacurema-Technologie aus Tray-to-Tray Recycling ebenso eine Erfolgsgeschichte werden kann. Faerch war unser erster Kunde, der davon ebenso überzeugt war wie wir“, erzählt Christoph Wöss, Business Development Manager in der Erema Group.

Im firmeneigenen Recyclingwerk “4PET” in den Niederlanden, werden die von Sammel- und Sortierunternehmen aus ganz Europa bezogenen PET-Ballen sortiert, gewaschen und recycelt. Die rPET-Flakes und das Regranulat werden sowohl an Verpackungshersteller geliefert als auch in der eigenen Produktion wieder eingesetzt. „Damit sind wir derzeit weltweit das einzige integrierte Recyclingunternehmen, das imstande ist, in industriellem Maßstab PET-Verpackungen aus Haushaltsabfällen nach Gebrauch zu recyceln und wieder zu Trays zu machen“, erklärt Thomas Bak Thellesen, Senior Director Group Sustainability & External Affairs. Und weiter: „Pro Jahr werden bei 4PET Trays aus ganz Europa zu 1,2 Milliarden Stück PCR PET Trays verarbeitet.“ Ziel ist, die Recyclingkapazität in den nächsten Jahren zu vervierfachen. „Ohne jegliche Abstriche bei Lebensmitteltauglichkeit und funktionellen Eigenschaften“, wie Bak Thellesen, betont. „Qualität und Nachhaltigkeit müssen bei uns Hand in Hand gehen, denn nur so können wir unseren Kunden zirkuläre Verpackungslösungen anbieten und den notwendigen Wandel zur Kreislaufwirtschaft forcieren.“

Vacurema-Anlage von Erema
Die Vacurema-Technologie von Erema ermöglicht den Kreislauf zu schließen. (Bild: Faerch)

Was die Vacurema-Technologie kann

rPET-Flakes auf einer Hand
Im firmeneigenen Recyclingwerk “4PET” in den Niederlanden, werden die von Sammel- und Sortierunternehmen aus ganz Europa bezogenen PET-Ballen sortiert, gewaschen und recycelt. Die rPET-Flakes und das Regranulat werden sowohl an Verpackungshersteller geliefert als auch in der eigenen Produktion wieder eingesetzt. (Bild: Faerch)

Um an die benötigten PET-Abfälle zu gelangen, bieten die Dänen ihren Anwendern, die in der Lage sind, die Verpackungen nach Gebrauch wieder einzusammeln, wie beispielsweise Fluglinien oder Cateringfirmen, eigene Rückkaufmodelle dafür an. „Für unsere Produktion sind diese Abfälle ein wertvoller Rohstoff, von dem wir wissen, dass die Qualität stimmt.“

Technologisch wird beim Recyclingprozess für die Trays seit Mitte 2018 auf die Vacurema-Anlage mit Safe-Flake-Technologie des österreichischen Herstellers von Recyclingmaschinen, Erema, gesetzt. Die Besonderheit daran ist, dass Dekontamination, Trocknung und IV-Behandlung bereits am Flake im Vakuum-Reaktor erfolgen. Erst danach gelangt das Material zur Extrusion. Das verhindert einen hydrolytischen und oxidativen Abbau der Schmelze im Extruder, was wiederum Voraussetzung für hochsaubere, lebensmitteltaugliche rPET-Trays mit besten IV- und Farbwerten ist. Die Qualität des rPET-Granulats bleibt auch dann konstant hoch, wenn sich die Parameter, wie Feuchtigkeit, Mischung oder Schüttdichte des Input-Materials ändern.

Neben diesen Qualitätsaspekten sprechen auch wirtschaftliche Argumente klar für dieses Recyclingverfahren. Denn sowohl die Gesamtkosten für Anschaffung und Nutzung (Total Costs of Ownership) als auch der Energieverbrauch sind vergleichsweise gering. „Der spezifische Gesamtenergieverbrauch einer Vacurema Prime Anlage liegt bei nur 0,295 kWh/kg. Das ist ein Energieeffizienz-Spitzenwert im Vergleich der gängigsten am Markt befindlichen PET-Verarbeitungslinien“, sagt Christoph Wöss. Kunststoffverpackungen spielen eine wichtige Rolle für den Schutz und die Haltbarkeit von Lebensmitteln. Mit nachhaltigen, kreislauffähigen Lösungen lassen sich Treibhausgasemissionen und Lebensmittelabfälle deutlich reduzieren. Die Tray-to-Tray Recyclinglösung zeigt, wie Kreislaufwirtschaft funktionieren kann. Anders als noch vor wenigen Jahren gibt es nun einen breiten Konsens darüber, dass Kreislaufwirtschaft - und damit auch Recycling - eine wichtige Rolle einnimmt, beim Wandel hin zu einer klimaneutralen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft.

Quelle: Erema

Sie möchten gerne weiterlesen?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos:

Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Ich habe die AGB, die Hinweise zum Widerrufsrecht und zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

Mit der Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen der Portale im Industrie-Medien-Netzwerks. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Sie sind bereits registriert?

Unternehmen

EREMA Engineering Recycling Maschinen undAnlagen Ges.m.b.H.

Unterfeldstraße 3
4052 Ansfelden/Linz
Austria