ANT, 04.03.19

Unterschiedliche Materialien wie Baustahl lassen sich mit Consus (Continuous Suspension) schnell und präzise schneiden. (Bild: ANT)

Im Gegensatz zu dreiphasigen WAIS-Systemen mit Wasser, Abrasivmittel und Luft arbeitet das WAS-System mit einem Zwei-Phasen-Schneidstrahl aus Wasser und Abrasiv mit exakt einstellbarer Flussrate. Das System setzt die Suspension unter Hochdruck, bevor diese die fernhantierte Schneiddüse erreicht. Durch die hohe Energie entsteht ein Schneidstrahl, der mit fast zweifacher Schallgeschwindigkeit austritt. Der Wirkungsgrad ist wesentlich höher als beim Injektionsverfahren, bei dem es aufgrund des Luftanteils zu turbulenten Mischungsverlusten kommt. Der fokussiertere WAS-Strahl durchtrennt selbst härteste Werkstoffe mit Dicken von bis zu 1.000 mm und das bei sehr guter Oberflächenstruktur. Im Vergleich zu WAIS arbeitet die Abrasivmittelzumischeinheit Consus mit weniger als dem halben Druck und bis zu dreimal so schnell. Der Anwender erhält dünne Schnittfugen ohne Aufhärtungen oder Materialverformungen.

Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie bestätigen, dass die Lärmbelastung selbst bei maximalem Arbeitsdruck (1.500 bar) etwa 70 % unter einem bei 5.000 bar betriebenen Injektionsstrahl liegt. Niedrigere Systemdrücke und hohe Abrasivmittelbeladungen verringern die Emission von Feststoffpartikeln um bis zu 50 %.

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