Blick in die Kanisterverpackungsanlage: Die Kanister werden lagenweise eingeschweißt und überstehende Folie abgeschnitten; anschließend erfolgt das Schrumpfen der Folie mit bis zu 200 °C.

Blick in die Kanisterverpackungsanlage: Die Kanister werden lagenweise eingeschweißt und überstehende Folie abgeschnitten; anschließend erfolgt das Schrumpfen der Folie mit bis zu 200 °C. (Bild: Getecha)

Eine Trichtermühle: Die Trichtermühle RS 38060-B zerkleinert bis zu 600 kg Material stündlich.
Eine Trichtermühle RS 38060-B zerkleinert bis zu 600 kg Material stündlich. (Bild: Getecha)

Ein Leitgedanke bei der Umsetzung von Kreislaufsystemen in der Kunststofftechnik ist das möglichst lückenlose Product-Lifecycle-Management (PLM). Das gilt nicht zuletzt auch für Behälter, die im Extrusionsblasformen hergestellt werden. Getecha bietet nun auch Anlagen an, die mit dem automatisierten Verschließen und Verpacken blasgeformter Flaschen, Kanister und Tanks weitere Etappen im Lebenszyklus dieser Hohlkörperprodukte abdecken.
Für Anwender im Bereich des Blasformens bietet der Hersteller Mühlen der Roto-Schneider-Serie an. Wo beispielsweise kleine Pipetten, Ausschussflaschen und Butzen mit Volumen von bis zu 250 ml fertigungsintegriert (inline) oder produktionsnah (offline) zu zerkleinern sind, kommen häufig die kompakten Beistellmühlen vom Typ GRS 180/300 zum Einsatz. Sie verfügen über offene Drei- oder Vier-Messerrotoren und nehmen das zu zerkleinernde Material sehr gut auf. Sollen hingegen Kanister und Tanks mit Volumen von bis zu 30 l bearbeitet werden, so bieten sich Trichtermühlen der Baureihen RS 2400, RS 30000 oder RS 38000 an. Für die zügige Aufnahme und schnelle Zerkleinerung voluminöser Teile werden sie werkseitig mit supertangentialen Mahlgehäusen und Segmentrotoren mit versetzten Messerreihen ausgestattet. Während dann eine  RS 404-B mit 3x2 Messern, einem Rotorschneidkreis von 240 mm und einem 5,5 kW-Antrieb einen Stundendurchsatz von bis zu 160 kg erzielt, zerkleinert eine RS 38060-B bis zu 600 kg Material stündlich. Sie arbeitet ebenfalls mit 3x2 Messern, hat aber einen Schneidkreis von 380 mm und einen Antrieb mit 22 kW. Wo in der Blasformtechnik das Aufkommen an Ausschuss oder Resten besonders hoch ist, sind es dann die Großmühlen der Getecha-Serie RS 8000, die den Prozessschritt des Zerkleinerns mit einem Schneidkreis von 800 mm abdecken. Sie zerkleinern Tanks und Fässer mit bis zu 220 l Volumen hochqualitativ und energiesparend mit Durchsatzleistungen von bis zu 3.000 kg pro Stunde. Je nach Branche und Umgebung werden diese Zentralmühlen auch als Sauberraum-Modelle, in Edelstahl-Ausführung oder als Nassmühlen ausgelegt.

Von manuell bis vollautomatisiert

Für Anwender, die Behälter verschließen müssen, realisiert das Unternehmen maßgeschneiderte Kappenschraub-Automaten. Für das Verpacken fertiger Flaschen und Kanister werden Chargier- und Folienschweißlinien angeboten. Die Kappenschraub-Stationen sind so flexibel ausgelegt, dass sie sich zur Applikation noch leerer Kanister eignen – etwa aus Gründen des Staubschutzes – oder zum drehmomentgenauen und dichten Verschließen gefüllter Kanister. Je nach Anforderung werden diese in einer vollautomatisierten Ausführung oder für den Handbetrieb sowie mit automatischer oder manueller Rezepturvorwahl realisiert. Bei einer Zykluszeit von etwa 13 s pro Kappe verschließt ein solcher Automat bis zu 330 Behälter in der Stunde.

Zeichnung einer Verpackungsanlage. Für das Chargieren und Verpacken blasgeformter Flaschen werden hochautomatisierte Anlagen für Stundenleistungen von bis zu 6.000 Flaschen realisiert.
Für das Chargieren und Verpacken blasgeformter Flaschen werden hochautomatisierte Anlagen für Stundenleistungen von bis zu 6.000 Flaschen realisiert. (Bild: Getecha)

Für das Chargieren und Verpacken blasgeformter Flaschen können die Anlagen mit unterschiedlichem Automatisierungsgrad bereitgestellt werden. Im einfachsten Fall als Lagentisch zum manuellen Verpacken kleiner Losgrößen oder als Halbautomat oder als vollautomatisierte Systemlösung. Standardmäßig werden diese Anlagen für runde, eckige und ovale Flaschen mit Volumen von 100 ml bis 2 l sowie für Stundenleistungen von bis zu 6.000 Flaschen ausgelegt. Vollautomatisiert umfasst eine solche Linie das reihenweise Versetzen und Chargieren der Flaschen, das Vereinzeln und Vorlegen der Paletten, die Zuführung der Trays, das Falten und Kleben der Trays, das Auflegen von Lagen- oder Stapelfolien (und Deckeln) sowie das Folienstretchen und Etikettieren der Stapel. Damit lassen sich individuelle Packmuster realisieren, das Einbinden in das BDE-System des Anwenders ist ebenfalls möglich. Optional kann auch die weiterführende Fördertechnik, etwa zur Materialpufferung, integriert werden.
Ganz ähnlich verhält es sich mit den Folienanlagen zum Einschweißen von Hohlkörpern. Diese eignen sich für Kanister mit Volumen von bis zu 50 l und bewältigen bis zu 1.200 Kanister pro Stunde. Auch hierbei werden sämtliche Prozessschritte wie Aufstapeln oder Etikettieren vollautomatisiert abgearbeitet, wobei die Programmierung der Kanisterorientierung und die Einhaltung spezieller Packmuster möglich sind. Der Output mehrerer Blasformmaschinen mit unterschiedlichen Packmustern und Behältergrößen lässt sich auf einer solchen Chargier- und Schrumpftunnelanlage zusammenführen. Eingebunden werden lassen sich hierbei auch die Schraubautomaten des Herstellers. Sie ermöglichen das integrierte Aufsetzen von Kappen und das winkel- und drehmomentgesteuerte Aufschrauben von Verschlüssen.

Quelle: Getecha

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