Spanien hat den fünften Platz vermutlich endgültig an Polen verloren. Das Wachstum von 3,9 Prozent ist zwar ansehnlich, aber macht Spanien trotzdem nicht zu einem Aufstiegskandidaten, sondern eher zu einem Produktionsstandort, der seine Position nur verteidigt. Der Nächstplazierte, Tschechien, ist allerdings mit weniger als der Hälfte der Produktionswertes so weit entfernt, dass Spaniens Stellung als Nummer sechs der europäischen Kunststoffverarbeiter auf Jahre nicht gefährdet ist. Ähnlich wie Italien ist Spanien ein Land der Steinfußböden, weswegen Bodenbeläge und damit Baubedarfsartikel eine geringere Rolle spielen. Auch Rolläden aus Kunststoff sind weniger verbreitet. Die Anteile der übrigen drei Produktbereiche differieren nur wenig. Verpackungsmittel haben mit 29 Prozent den höchsten Wert unter den großen Ländern. Wichtigste Produkte in Spanien sind hier Säcke und Behälter (einschließlich Flaschen). Bei Technischen Teilen sind Autoteile wichtig, wobei deren Produktion, wie ein Großteil der Kunststoffverarbeitung überhaupt, im Nordosten, vorwiegend in Katalonien, beheimatet ist.