Polen hat seinen rasanten Aufstieg auch 2018 weiter fortgesetzt, bei dem es 2017 erstmals Spanien vom fünften Platz hatte verdrängen können. Der Produktionswert ist um 8,9 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro gewachsen, fast schon eine Abkühlung nach den 12,7 Prozent-Schub im Vorjahr. Der Vorsprung gegenüber Spanien beträgt nun bereits über 800 Millionen EUR, nach 340 Millionen im Vorjahr. Die Kunststoffwarenproduktion ist weiter sehr konsumorientiert (Baubedarfsartikel, Verpackungsmittel, Konsumwaren), entsprechend dem wachsenden Wohlstand der polnischen Bevölkerung. Technische Teile haben noch längst nicht den Stellenwert, den sie in entwickelteren Ländern gewöhnlich aufweisen, aber sie haben weiter aufgeholt. Vorwiegend gehen sie in den Export, weil Polen hier als verlängerte Werkbank funktioniert. Viele deutsche Verarbeiter haben Zweigbetriebe in Polen aufgebaut. Ein wachsender Anteil wird aber im Lande eingesetzt (Automobilbau).