Italien hat, wie früher schon berichtet, mit über 10000 Betrieben die weitaus größte Zahl von Kunststoffverarbeitern in der EU. Der typische Betrieb ist relativ klein, es überwiegen Spritzgussbetriebe. 2018 wurden Kunststoffwaren im Wert von 30,4 Milliarden EUR hergestellt, ein Minus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Wert der italienischen Produktion beträgt nur noch wenig mehr als die Hälfte (55 Prozent) der deutschen. In der Vergangenheit war deren Vorsprung etwas geringer. Größte Produktgruppe sind mit 45 Prozent Technische Teile und Konsumwaren, von denen wiederum mehr als zwei Drittel auf Konsumgüter entfallen, ein vergleichsweise hoher Anteil. Verpackungsmittel nehmen mit einem knappen Viertel den dritten Rang ein, ebenfalls über dem europäischen Durchschnitt. Baubedarfsartikel fallen mit sechs Prozent kaum ins Gewicht, weil im Land der Marmorböden Bodenbeläge aus Kunststoff nur eine geringe Rolle spielen, im Armaturenbereich Metall dominiert, Kunststoffrolläden nicht so weit verbreitet sind. Halbzeuge (Rohre, Profile, Folien, Platten) leisten mit 25 Prozent einen vergleichsweise niedrigen Beitrag zum Produktionswert. Rohre (Leitungen) tragen dazu wesentlich bei.