Noch in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres deutete sich ein Silberstreif am Horizont an: Nach sechs Quartalen immer schnelleren Abschwungs und zuletzt einem Minus von 3,4 Prozent im vierten Quartal 2019 schien die Schussfahrt gebremst und eine Konjunkturwende möglich. Nachdem die Daten für März vorliegen, hat sich diese Hoffnung vorläufig erledigt. Aus einem Minus von „nur noch“ -0,8 Prozent im Zwei-Monatszeitraum Janur/Februar ist ein Produktionsrückgang von exakt vier Prozent für das gesamte erste Quartal 2020 geworden. Wieviel davon wirklich auf die zweite Hälfte des März entfällt, werden wie nie genau wissen. Aber der Einbruch dürfte viel heftiger gewesen sein, als man es vorher befürchten musste. Und ist eigentlich auf den ersten Blick nicht ganz verständlich, denn das produzierende Gewerbe war vom Lockdown nicht so tangiert wie etwa Dienstleistungsbranchen.