Beginn 13.11.2019
VeranstaltungsortENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart, Wurmberg
Info-Link Hier
Telefon077 21 99 78 0-0, +43 (0) 50 620 0
E-Mailbildung@kunststoff-institut.de

Klimaneutralität bedeutet, dass bei der Herstellung, beim Gebrauch und am Ende des Lebenszyklus eines Produkts kein CO2 anfallen darf, das die Atmosphäre belastet. Der Werkstoff Kunststoff steht mit dieser Herausforderung vor einem gewaltigen Umbruch, das Material muss veritabler Wertstoff werden und bleiben. Das fordern Rohstoffhersteller und Technologieanbieter gleichermaßen, denn Kreislaufwirtschaft und Recycling werden in den nächsten Jahren massiv an Bedeutung gewinnen.

Kreislaufwirtschaft gemeinsam vorantreiben

Insofern ist der Veranstaltungsort, das ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart, nicht zufällig gewählt: „ENGEL engagiert sich gemeinsam mit seinen Kunden und Partnern stark für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für die Kunststoffindustrie“, betont Claus Wilde, Geschäftsführer von ENGEL Deutschland am Standort Stuttgart. Während der Fachtagung werden die Besucher die Gelegenheit bekommen, sich davon im Technikum der Niederlassung ein eigenes Bild zu machen.

In der Vortragssession werden Stefan Schmidt, Kunststoff Institut Lüdenscheid, und Sven Weihe, Plastics Europe Deutschland, erläutern, welchen Wert Kunststoff tatsächlich hat und welche Herausforderungen und Chancen eine Kreislaufwirtschaft und der Blick auf die Ressourceneffizienz bringen.

Nach der Mittagspause wird es dann sehr konkret: Stephan Schunkert, KlimAktiv Consulting, erklärt, wie eine CO2-Bilanz gelingen kann und Holger Bramsiepe, Generationendesign, löst das Rätsel um das Eco-Bermuda-Dreieck zwischen Innovation, Nachhaltigkeit und Design. Dr. Matthias Bruch, L. Brüggemann, und Rainer Fischer, fischerwerke, berichten zum Abschluss der Vorträge von ihren Praxisbeispielen für nachhaltige Produktion, Recycling und erfolgreiche Produkte.

Neue skinmelt Technologie: Von der K direkt zur Tagung

Direkt von der K 2019 kommt eine Fertigungslösung zu ENGEL nach Wurmberg, mit der im skinmelt Verfahren Transportboxen aus sortenreinem PP als Sandwichbauteil hergestellt werden – live auch während der Tagung. Das Spritzgießverfahren, das hohe Rezyklatanteile ermöglicht, führt die beiden Schmelzen noch vor dem Einspritzen zusammen. Das neue Hautmaterial des Bauteils gelangt zuerst in die Kavität und wird von der nachfolgenden Rezyklatschmelze verdrängt. „Wir unterstützen unsere Kunden darin, zunehmend Rezyklat zu verarbeiten. Die skinmelt Technologie zeigt, welchen Beitrag ENGEL als Spritzgießmaschinenhersteller hierzu leistet“, betont Wilde.

Die besonders kompakte Fertigungslösung basiert auf einer duo Zweiplatten-Spritzgieß-maschine. Bei der duo 3660H/1560W/450 combi für die Transportboxen befindet sich die zweite Plastifiziereinheit für das Hautmaterial in spitzabgewinkelter Position oberhalb der horizontalen Spritzeinheit, in der das Rezyklat aufgeschmolzen wird. Der Gesamtprozess ist in der CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine visualisiert und lässt sich dort zentral steuern. Das Mischungsverhältnis kann über einen virtuellen Schieber besonders einfach eingestellt und damit der Rezyklatanteil optimiert werden. Einer von vielen Schritten, um das Potenzial von Kunststoffen für die Klimaneutralität zu heben.

Das ENGEL Deutschland Technologieforum Stuttgart ist Gastgeber der Fachtagung „Zero CO2 Bilanz – Kunststoffe im Umbruch: Recycling, Ecodesign und Nachhaltigkeit“.

Im ENGEL skinmelt Verfahren werden live auf der Fachtagung auf einer ENGEL duo Spritzgießmaschine Transportboxen mit einem hohen Rezyklatanteil produziert.

 

 

Unternehmen