Kunststoffgranulat

Das Umweltbundesamt und das SKZ beleuchten in ihrer Studie den Einsatz von Kunststoffen in der Baubranche und zeigen Potenziale beim Recycling auf. (Bild: 831days - stock.adobe.com)

An der nun vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichten Studie zum Thema Kunststoffrecycling im Bauwesen hatte sich auch das Kunststoff-Zentrum SKZ, Würzburg, beteiligt. Rein statistisch ist der Baubereich nach Verpackungen das zweitgrößte Anwendungsgebiet von Kunststoffen: So wurden 2017 etwa 2,6 Mio. t des Werkstoffs verbaut. Doch es fehlt derzeit vielfach an geeigneten Vorgaben für das Recycling der Kunststoffbauprodukte, zudem werden die Mengen ungenügend erfasst. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes (UBA).

Um die anfallenden Mengen in Zukunft hochwertig recyceln zu können, schlägt die Studie vor, bautechnische Produktstandards um Vorgaben hinsichtlich Dauerhaftigkeit, Recycling-Fähigkeit und Rezyklateinsatz zu ergänzen. Kunststoffabfälle sollten für das Recycling besser getrennt gesammelt werden. Zudem sollte die Kreislaufführung von branchenspezifischen Verpackungen sichergestellt werden.

Was ist der IST-Zustand - wo muss gehandelt werden?

In dieser Studie werden die Verwendung von Kunststoff-Produkten und Möglichkeiten des Rezyklateinsatzes im Baubereich, verwendete Kunststoff-Mengen, Rücknahmesysteme, Verwertungstechniken, aktueller Rezyklat-Einsatz und Bauprodukt-Verpackungen aus Kunststoff detailliert dargestellt. Potenziale zur Steigerung des Rezyklat-Einsatzes haben die Autoren – darunter Dr. Phillip Bendix, Dr. Holger Berg, János Sebestyén, Laura Perschel und Michael Ritthoff vom Wuppertal Institut sowie Daniela Eckert, Robin Kocina und Dr. Hermann Achenbach vom SKZ identifiziert und bestehende Hürden und Handlungsoptionen für Politik und Wirtschaft dargestellt.

Wo liegen aktuell die Hürden für einen flächendeckenden Einsatz von Rezyklaten?

Aktueller Rezyklateinsatz sowie technische und mengenmäßige Potentiale sind stark abhängig vom Einsatzbereich der Kunststoffe. Die größten Hürden für einen Rezyklateinsatz sieht die Studie in der Produktlebensdauer, Rückbaufähigkeit und den technischen Anforderungen.

„Durch die steigende Menge an Kunststoffen im Baubereich wird die Frage ihrer Kreislauffähigkeit immer wichtiger. Wir freuen uns, in der Studie Recyclingpotenziale und Wiedereinsatzmöglichkeiten von Rezyklaten aufzeigen zu können“, sagt Dr. Hermann Achenbach, Gruppenleiter Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft am SKZ.

Die Studie trägt den Namen „Förderung einer hochwertigen Verwertung von Kunststoffen aus Abbruchabfällen sowie der Stärkung des Rezyklateinsatzes in Bauprodukten im Sinne der europäischen Kunststoffstrategie“ und ist kostenfrei verfügbar.

 

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