BIOPOLYMER Innovation Award (4) - Foto POLYKUM

Einzelstücke von ansehnlichem Wert – nicht nur in Euro: Die BIOPOLYMER Innovati-on Awards sind handgefertigte Einzelstücke, hergestellt aus biologisch abbaubarem Kunststoff auf einem Edelstahlsockel. Damit symbolisieren die Preise auch gegen-ständlich, wofür sie verliehen werden: wegweisende und zugleich umweltfreundli-che Lösungen der Kunststoffbranche. Die farbigen Platten wurden aus dem 2018 entwickelten kompostierbaren Kunststoff BIO-ELAN der Exipnos GmbH aus Merse-burg (Sachsen-Anhalt) hergestellt und mit vollständig biologisch abbaubaren Mas-terbatches der Firma GRAFE aus dem thüringischen Blankenhain durchgefärbt. Der Edelstahlsockel steht für fortschrittliche Maschinen und Anlagen, mit denen die Kunststoffe verarbeitet werden. Foto: POLYKUM e.V.

In Indien erleben biologisch basierte und bioabbaubare Kunststoffe dank neuer Gesetze und wachsenden Umweltbewusstseins einen Boom. Was das konkret für Zulieferer und Produzenten bedeutet und wie sich Forschung und Entwicklung auf diesem Sektor in Indien entwickeln, erläutert Dr. Raju Desai am 15. Juni aus erster Hand. Er ist Mitglied des Management Boards der All India Plastics Manufacturers Association (AIPMA), einem der wichtigsten Branchenverbände mit mehr als 22.000 Mitgliedern.

Welche Chancen die deutsch-indischen Wirtschaftsbeziehungen Unternehmen auf beiden Seiten bieten, schildern Seema Bhardwaj und Boris Alex zuvor in ihrem Impulsvortrag. Als Direktoren für Investitionen (Bhardwaj) und Handel (Alex) koordinieren sie die Aktivitäten von Germany Trade and Invest (GTAI), der Wirtschaftsfördergesellschaft des Bundes, auf dem Subkontinent.

Biopolymer Kongress als digitales Event mit großer Reichweite

Biopolymer2019_Tag1_(24)_Foto_Uwe_Köhn

Peter Putsch, Vorsitzender der Polykum – Fördergemeinschaft für Polymerentwicklung und Kunststofftechnik in Mitteldeutschland, Merseburg

Die GTAI unterstützt den Biopolymer-Kongress in diesem Jahr als Hauptpartner und macht so die kostenlose Teilnahme an der internationalen Veranstaltung möglich, die seit 2018 von der gemeinnützigen Fördergemeinschaft Polykum organisiert wird und Anwender mit Experten aus vielen Ländern im Mitteldeutschen Chemiedreieck lockte.  Aufgrund der Corona-Pandemie muss der Austausch nun erstmals online stattfinden. Worin die Veranstalter, nicht zuletzt dank der Förderung durch die GTAI, zugleich eine Chance sehen: „Über das Netz erreichen wir ein weit größeres Publikum als mit einer reinen Präsenzveranstaltung“, kann Peter Putsch schon wenige Tage nach Freischaltung der Registrierungsseite www.biopolymer-germany.de mit Gewissheit sagen.

So wird die Veranstaltung zum wichtigen Impuls nicht nur für die Entwicklung der Biokunststoffe, sondern auch für die Mitteldeutsche Braunkohleregion, wie Silke Poppe von der GTAI unterstreicht: „Innovative Schlüsseltechnologien – wie beispielsweise Biokunststoffe – ebnen Regionen im Strukturwandel den Weg in die Zukunft“, sagt die Stabsstellenleiterin Neue Bundesländer / Strukturwandel der GTAI. „Sie können beispielsweise ehemalige Kohlegebiete bei ihrem Wandel hin zu Nachhaltigkeit, Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit maßgeblich fördern. Der Kongress ist dafür eine ideale Plattform, um internationale Kooperationspartner miteinander zu vernetzen. Die GTAI unterstützt diesen zukunftsweisenden Wissens- und Knowhow-Transfer für eine langfristige und erfolgreiche Industrieentwicklung einer Wirtschaftsregion im Transformationsprozess.“

Biokunststoffe im Mittelpunkt

Die Optimierung und Compoundierung von Biokunststoffen werden im Mittelpunkt der Vormittagssession des Kongresses stehen, neueste Verarbeitungstechnologien für Bio-Materialien nach der Mittagspause in Session Nummer 2 beleuchtet. (Das detaillierte Programm ist unter www.polykum.de/biopolymer-2021 einsehbar.) Ein weiterer Höhepunkt rundet den Tag ab: die Verleihung der BIOPOLYMER Innovation Awards mit der Präsentation der drei Siegerprojekte. Der Sieger des Awards 2019, die Biofibre GmbH aus Straubing, zählt in diesem Jahr neben der Exipnos GmbH aus Merseburg, ebenfalls zu den Unterstützern des Kongresses.

Alle Beiträge und Moderationen werden wie bei den bisherigen Kongressen simultan ins Englische beziehungsweise Deutsche (und umgekehrt) übersetzt. Nach den einzelnen Referaten antworten die Vortragenden live auf Fragen aus dem Publikum. (ega)

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