Ein Scheinwerfer von einem PKW.

Polymethylmethacrylat (PMMA) oder besser bekannt als Acrylglas wird für Scheinwerfer in Automobilen verwendet. (Bild: Trinseo)

Ob für das Display von Haushaltsgeräten, die Heckleuchte am Auto oder eine Straßenbeleuchtung: Der Kunststoff Polymethylmethacrylat (PMMA), besser bekannt als Acrylglas, ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Leichter als klassisches Glas, schlagfest und UV-beständig eignet sich der Stoff für die Anwendung im Außen- wie Innenbereich. Gepaart mit sehr guten optischen Eigenschaften kommt PMMA in den unterschiedlichsten Industrien zum Einsatz. Die Allgegenwart von PMMA bedeutet zugleich, dass es reichlich Material gibt, das recycelt werden kann. Das überschüssige, fabrikneue Material nutzt Trinseo unter der Dachmarke Altuglas R-Life, um sein Portfolio zu erweitern und zugleich eine nachhaltige Produktionskette zu fördern. Die Acrylharze sind mit einem Rezyklatanteil von 50 respektive 80 % verfügbar. Dafür werden Abfälle depolymerisiert und das Material in sein ursprüngliches Monomer umgewandelt. Im zweiten Schritt wird dieses mit den fossilen, unverarbeiteten Monomeren zum Endprodukt verbunden.

Welchen Effekt ein erhöhter Rezyklatanteil hat

Dass sich diese Verfahren lohnen, zeigt das reduzierte Treibhauspotenzial (GWP), das der Hersteller in der Lebenszyklusanalyse (LCA) für seine Produkte errechnet hat. Der Austausch fossiler durch nachhaltigere Inhaltsstoffe reduziert den GWP-Wert bei 50 % Rezyklatanteil um 24 % und um 38 % bei 80 % Rezyklat. Für einen langfristig gesicherten Zugang zu qualitativ hochwertigen Abfällen hat das Unternehmen im vergangenen Jahr mit dem holländischen Anbieter Heathland einen wichtigen Versorger gekauft. Mit Blick auf die steigende Nachfrage nach geschlossenen Produktionsketten ist innerhalb der Branche eine enge Zusammenarbeit sinnvoll. Als nächster Schritt ist eine weitere Variante von nachhaltigen Acrylharzen geplant. Die Ausführung mit 30 % recyceltem PMMA soll für den Einsatz im Transport- und Bauwesen geeignet sein. Neben den Bemühungen von Trinseo selbst sind allerdings auch die Industrien gefragt, die die Wertstoffe in der Folge verarbeiten. Um Anwender auf ihrer Nachhaltigkeitsreise erfolgreich begleiten und Produkte stetig umweltbewusster gestalten zu können, setzt das Unternehmen auf einen engen Austausch. Sämtliche Beteiligte der Wertschöpfungskette arbeiten gemeinsam daran, nachhaltige Lösungen voranzutreiben und so einen langfristigen Wandel zu realisieren. Denn das Beispiel der recycelten Acrylharze zeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen.

Quelle: Trinseo

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