Einfärben von Biokunststoffen mit anorganischen Pigmenten. (Bild: HLPhoto - fotolia.com)

„Grundsätzlich sind unsere Colortherm-Eisenoxidpigmente für die Einfärbung kompostierbarer Kunststoffe sehr gut geeignet. Die Dekomposition des Polymers wird nicht beeinflusst“, betont Stefano Bartolucci, Global Market Segment Manager Plastics bei IPG. „Basierend auf der empfohlenen Pigmentdosierung kann der Masterbatcher mit der Entwicklung individueller Rezepturen für eingefärbte biologisch abbaubare Kunststoffe sofort beginnen – es ist kein teures Pigmentscreening notwendig“, erklärt Bartolucci. Mit den Eisenoxidpigmenten der Marke Colortherm lassen sich die Grenzwerte für biologisch abbaubare Kunststoffe auch bei hohem Pigmentanteil sicher einhalten.

Aufgrund von reglementierten Schwermetallgehalten können bestimmte Pigmentklassen nicht für die Einfärbung von biologisch abbaubaren Kunststoffen aus erneuerbaren Ressourcen oder aus fossilen Ressourcen verwendet werden. Das betrifft beispielsweise nickel-, chrom- oder kupferbasierte Pigmente.

Grenzwerte der Bioabfallverordnung leichter einhalten

Die weltweite Produktionskapazität für biobasierte Kunststoffe wächst jährlich um 7 %. Dazu zählen nicht biologisch abbaubare Kunststoffe aus natürlichen Rohstoffen sowie biologisch abbaubare Kunststoffe aus fossilen oder erneuerbaren Ressourcen. Im Jahr 2025 sollen Schätzungen des Herstellers zufolge jährlich rund 2.800 Kilotonnen (kt) Biokunststoffe hergestellt werden, davon werden 1.800 kt biologisch abbaubar sein. Treiber für diese Entwicklung sind unter anderem die Mikroplastikdiskussion, der Wunsch nach Ressourcensicherheit und die Plastikmüllpolitik in vielen Ländern.

Produkte mit grünem Image, Recyclingfähigkeit oder Kompostierbarkeit liegen im Trend und bringen große Veränderungen in der Industrie mit sich. Denn ein biologisch abbaubarer Kunststoff muss beim Verkauf in vielen Regionen die jeweils für die Nutzung geltende Norm erfüllen. Es gibt verschiedene Regulierungsrichtlinien, darunter die europäische Norm EN 13432:2000 und die in den USA geltende ASTM D 6400. Diese Spezifikationen umfassen Kunststoffe und daraus hergestellte Produkte, die für die Kompostierung in kommunalen und industriellen aeroben Kompostieranlagen vorgesehen sind.

Quelle: Lanxess

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