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Die jetzt in Brunsbüttel in Betrieb genommene MDI-Anlage arbeit mit einer neuen, besonders energieeffizienten und ressourcenschonenden Technologie. (Bild: Covestro)

Covestro möchte die Kreislaufwirtschaft in allen Teilen des Unternehmens verankern und verfolgt langfristig das Ziel einer klimaneutralen Produktion. „Technologische Innovationen insbesondere im Bereich der Prozesstechnik sind eine wichtige Säule in unserer Strategie, um dieses Ziel zu erreichen“, sagt Dr. Klaus Schäfer, Chief Technology Officer (CTO) von Covestro. „AdiP ist eine Technologie, an deren Entwicklung wir intensiv standortübergreifend gearbeitet haben und die einmal mehr die Innovationsführerschaft von Covestro unterstreicht.“

Effizienter und umweltfreundlicher als bestehende Verfahren

Die Abkürzung AdiP steht für adiabat-isotherme Phosgenierung und bezeichnet das wesentliche Merkmal der von Covestro entwickelten Technologie: Die Reaktionsführung ist effizienter und erfordert keine externe Wärmezufuhr. Stattdessen wird bei der Reaktion entstehende Wärme genutzt. Die neuartige Technologie benötigt deshalb signifikant weniger Energieeinsatz und trägt so zu einem geringeren CO2-Ausstoß bei der Produktion von MDI bei. Mithilfe der AdiP-Technologie können laut Covestro in einer MDI-Anlage bis zu 40 % Wasserdampf und 25 % Strom an Energieeinsatz pro Tonne produziertem MDI eingespart werden – der CO2-Ausstoß wird dadurch um bis zu 35 % verringert. Ein weiterer Vorteil des innovativen Verfahrens: Den Angaben zufolge steigt die Produktionsleistung im Vergleich zur aktuell genutzten Technologie um 50 Prozent. Dadurch können zukünftige Produktionsanlagen für MDI auf Basis der AdiP-Technologie kleiner als bisher dimensioniert werden.

Pilotphase soll Langzeiterfahrungen bringen

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Die adiabat-isotherme Phosgenierung (AdiP) kommt ohne externe Wärmezufuhr aus.

„Ich bin zuversichtlich, dass die neue Technologie den Praxistest besteht und zu einem wichtigen Baustein für unsere Wachstumsstrategie bei MDI wird. Zugleich erwarte ich durch AdiP eine signifikante Verbesserung der Effizienz unserer Produktion,” erklärt Daniel Meyer, Leiter des Segments Polyurethanes bei Covestro. Die Pilotphase soll nach etwa einem Jahr abgeschlossen werden. „Ich bin stolz darauf, dass dieser innovative Prozess bei uns in Brunsbüttel erstmalig im großtechnischen Maßstab realisiert wurde und absolut davon überzeugt, dass unsere Mitarbeiter die neue Technologie erfolgreich in Betrieb nehmen sowie für den zukünftigen Einsatz in unserem globalen Produktionsnetzwerk optimieren werden“, so Dr. Uwe Arndt, Standortleiter Brunsbüttel.

Covestro ist einer der weltweit führenden Produzenten von MDI, eines gefragten Rohstoffs für die Produktion von energieeffizienten Dämmlösungen für Gebäude und Kühlgeräte. Der globale MDI-Markt hatte im Jahr 2019 ein Volumen von rund 7.500 Kilotonnen und soll langfristig weiter wachsen.

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