Naturfaser/Kunststoff-Compound

REAKTIVE EXTRUSION Zellulosefasern bieten ökologische und ökonomische Vorteile bei der Einarbeitung in thermoplastische Polymere. Es handelt sich um einen günstigen, nachwachsenden und einfach zu rezyklierenden Füllstoff, der auch eine Verringerung des Carbon-Footprint von verstärkten Kunststoffbauteilen bewirkt. Aufgrund der unterschiedlichen Polarität von Zellulosefasern und Matrix und der höheren Viskosität der Kunststoffschmelze ist die homogene Verteilung und vollständige Benetzung der Fasern in der Kunststoffschmelze aber sehr anspruchsvoll. Die reaktive Herstellung von Polyamid 6 erlaubt eine der Polymerisation vorgeschaltete Imprägnierung der Zellulosefasern mit niedrigviskosem Monomer. Dies hat eine verbesserte Benetzung und Verteilung der Fasern in der Matrix zur Folge. Gleichzeitig besitzt Polyamid 6 eine ähnliche Polarität wie die Zellulosefasern.

In einem aktuellen Forschungsprojekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) wird am IKV die Herstellung von Naturfaser/Kunststoff-Compounds mittels reaktiver Extrusion auf Basis von Zellulosefasern und Polyamid 6 untersucht. Ziel ist es, Compounds mit guten mechanischen Eigenschaften, geringen Fertigungskosten und ökologischen wie ökonomischen Vorteilen herstellen zu können.

Mögliche Anwendungsfelder solcher Naturfaser/Kunststoff-Compounds liegen beispielsweise in der Automobilindustrie, wo der Einsatz nachhaltig hergestellter Bauteile zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV)an der RWTH Aachen

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52074 Aachen
Germany