Lucrèce Foufopoulos, Executive Vice President Polyolefins, Innovation & Technology bei Borealis

Lucrèce Foufopoulos, Executive Vice President Polyolefins, Innovation & Technology bei Borealis, erklärte das ABC der Kreislaufwirtschaft. (Bild: Redaktion)

Die Kunststoff-Branche befindet sich auf Kurswechsel – und steuert auf eine Zukunft kreislauforientierter Kunststoffe zu. Borealis hat sich dem nachhaltigen Unternehmenswachstum durch die Entwicklung von Lösungen verschrieben, um den Umstieg der Branche auf eine solche Kreislaufwirtschaft voranzutreiben.

Keine Kreislaufwirtschaft ohne Kooperationen

Das Motto von Borealis auf der K 2022 lautet „Innovate Collaborate Accelerate“. Damit will das Unternehmen noch einmal unterstreichen, wie wichtig es ist, immer enger mit Partnern aufder ganzen Welt zusammenzuarbeiten, um differenzierte, polyolefinbasierte Lösungen zu entwickeln, die ein kreislauforientiertes, modernes Leben für die gesamte Gesellschaft ermöglichen. Um den tiefgreifenden Umbruch vom gegenwärtigen linearen System zum Kreislaufsystem von morgen zu bewältigen, sind Innovation, Kooperation und Schnelligkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette von entscheidender Bedeutung.

Borealis setzt sein Fachwissen und seine globale Reichweite gezielt ein, um den Umstieg auf eine Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen voranzutreiben. Im Rahmen der gemeinsamen Vorveranstaltung mit dem Recycling-Spezialisten Erema zur K 2022 am 13. Juni 2022 gab Borealis einen Vorgeschmack auf seine integrierte Art des kreislauforientierten Denkens sowie auf die Themen und Aktivitäten, die im Oktober auf der K-Messe 2022 im Mittelpunkt stehen sollen

Lucrèce Foufopoulos, Executive Vice President Polyolefins, Innovation & Technology bei Borealis, erklärte dies mit dem ABC der Kreislaufwirtschaft: A steht hier für die Atmosphäre, mit deren Hilfe Direct Carbon Capture, also die Gewinnung von CO2 direkt aus der Umgebungsluft möglich ist. Dieses kann dann als Rohstoff für die Chemie- und Kunststoffindustrie dienen. B für Biomasse, also aus nachwachsenden Quellen gewonnener Kohlenstoff. Und C für Circular Tech, also das Recycling von fossilem Kohlenstoff aus den verschiedenen Abfallströmen. Damit auch die Prozesse selbst möglichst nachhaltig ablaufen, will Boralis bis zum Jahr 2030 komplett auf regenerative Energien umstellen und bis zum Jahr 2050 komplett klimaneutral sein.

Kreislauforientierte Polyolefinproduktion

Im Fokus standen am 13. Juni vor allem Technologien und Lösungen wie die Verpackungs- und Infrastrukturanwendungen für das Bornewables-Portfolio an kreislauforientierten Polyolefinprodukten, die aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden. Bei Bornewables handelt es sich um Produkte auf Basis erneuerbarer Rohstoffe, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelindustrie stehen. „Beim Thema Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit ist wichtig, in unangreifbar in Sachen Greenwashing zu
machen,“ kommentiert Foufopoulos.

Die Ziele, die sich Borealis auf dem Weg zur Klimaneutralität gestellt hat.
Die Ziele, die sich Borealis auf dem Weg zur Klimaneutralität gestellt hat. (Bild: Borealis)

Zudem wurden neue Anwendungen aus den Bereichen des recyclingorientierten Designs, der Wiederverwertung, des chemischen Recyclings sowie des fortschrittlichen mechanischen Recyclings präsentiert.

„Der Umstieg auf ein regeneratives und kreislauforientiertes System ist eine epochale gesellschaftliche Herausforderung“, erklärt Foufopoulos. „Wir streben eine Zukunft an, in der Kohlenstoffneutralität und kreislauforientierte Kunststoffe oberste Priorität haben – und diese kann nur durch koordinierte und konsequente Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreicht werden. Wir müssen jetzt handeln, um für eine bessere Zukunft zu sorgen. Daher begrüßen wir die Möglichkeit, unseren „Innovate Collaborate Accelerate“-Ansatz auf der K-Messe 2022 präsentieren zu können und damit den Umbau unserer Branche weiter voranzutreiben.“

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

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