BIOPOLYMER Innovation Award

Die Biopolymer Innovation Awards werden am 15. Juni beim Online-Kongress „Biopolymer – Processing & Moulding“ vergeben für wegweisende Innovationen auf dem Gebiet der biobasierten und zugleich bioabbaubaren Kunststoffe. (Bild: Creatyp für Polykum)

BIOPOLYMER Award Presenting - Foto Creatyp

Die Biopolymer Innovation Awards werden am 15. Juni beim Online-Kongress „Biopolymer – Processing & Moulding“ vergeben für wegweisende Innovationen auf dem Gebiet der biobasierten und zugleich bioabbaubaren Kunststoffe. (Bild: Creatyp für Polykum)

Bewerbungen für den Biopolymer Innovation Award kamen in diesem Jahr aus Deutschland, Italien und Kuwait. Wie von den Initiatoren der Fördergemeinschaft Polykum, einem gemeinnützigen Verein mit Sitz im sachsen-anhaltischen Merseburg angestrebt, reichten überwiegend kleine und mittelständische Firmen aus verschiedenen Branchen ihre neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet biologisch basierter und zugleich biologisch abbaubarer Kunststoffe ein.

Die Jury, die in diesem Jahr pandemiebedingt an drei Standorten – Merseburg, Magdeburg und Heidelberg – gleichzeitig tagte, entschied sich für drei recht unterschiedliche Kandidaten, die jedoch eines gemeinsam haben: „Sie brechen mit Denkmustern ihrer Branchen, lassen sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen – und haben damit Erfolg“, fasst Juryvorsitzender und Polykum-Vorstand Peter Putsch zusammen.

Die Finalisten

Als Preisträger sind nominiert (Nennung in umgekehrt alphabetischer Reihenfolge der Firmennamen):

  • Biopolymer traceless materials Lebensmittelverpackung

    Traceless materials, ein Start-up aus Hamburg, gewinnt Polymere aus der Natur und macht sie zum Beispiel für bioabbaubare Verpackungen nutzbar. (Bild: Traceless materials)

    Traceless materials ist ein Start-up aus Hamburg. Die Gründerinnen und ihr Team überzeugen mit einer Technologie, die es erlaubt, aus Nebenprodukten der Agrarwirtschaft Polymere zu gewinnen und zu strukturieren. Auf diese Weise entstehen biologisch abbaubare Materialien, die das Potenzial haben, Kunststoffe etwa im Verpackungsbereich zu ersetzen.

 

  • Biopoylmer Genisys Bio-Rasennägel

    Genisys hat Erdnägel für Begrenzungskabel von Rasenmährobotern entwickelt, die nach der Anwachsphase zu Erde werden, statt im Erdreich zu Mikroplastik zu zer-bröseln. (Bild: Genysis)

    Genisys aus dem oberpfälzischen Hahnbach ist Händler für Rasenmähroboter und Zubehör. Dass bis zu 6 Mio. jährlich verkaufte Kunststoffheringe für Begrenzungskabel überwiegend ewig im Erdreich verbleiben, obwohl sie nach wenigen Wochen überflüssig sind, wollte das Familienunternehmen nicht einfach hinnehmen. Nach fünf Jahren des Experimentierens entstand so der biologisch abbaubare Rasennagel.

 

  • Biopolymer Fabbri_Group-NatureFresh-0112

    Gruppo Fabbri, ein italienischer Spezialist für Verpackungstechnologien, hat eine kompostierbare Folie entwickelt, wie sie sich Lebensmittelhändler schon lange wünschten. (Bild: Gruppo Fabbri)

    Gruppo Fabbri Vignola aus Italien gelang etwas, an dem sich schon viele Konkurrenten bislang ohne durchschlagenden Erfolg versucht haben. Der Spezialist für Verpackungsmaschinen, der traditionell auch Folien selbst produziert, stellte im vergangenen Jahr mit „Nature Fresh“ eine Verpackungsfolie vor, die sich hinsichtlich Transparenz, Dichtigkeit und Handhabbarkeit praktisch nicht von konventionellen Produkten unterscheidet, im Unterschied zu diesen aber nach ihrer Nutzung kompostiert werden kann.

 

Bei der feierlichen Preisverleihung auf dem Kongress „Biopolymer – Processing & Moulding“, der in diesem Jahr am 15. Juni online stattfindet, werden dem Sieger sowie dem Zweit- und Drittplatzierten die begehrten handgefertigten Trophäen feierlich überreicht. Der Hauptpreis ist mit 2.000 Euro dotiert. Der Gewinner und Platzierten stellen ihre Innovationen in Vorträgen vor und stehen auch für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.

 

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