Der Polyolefin-Komplex Borouge in Ruwais, Vereinigte Arabische Emirate.

Überblick über den Polyolefin-Komplex Borouge in Ruwais, Vereinigte Arabische Emirate: Rund 1,4 Mio. t/a an Polyethylen sollen in der nächsten Ausbaustufe Borouge 4 produziert werden können. (Bild: Borouge)

Das Erweiterungsprojekt für den Komplex in Ruwais, Vereinigte Arabische Emirate, umfasst einen Ethancracker mit einem jährlichen Output von 1,5 Mio. t Ethylen, dem vierten Cracker des integrierten Petrochemie-Komplexes. Hinzu kommen zwei zusätzliche Polyethylen- (PE) Anlagen, beide mit einer Kapazität von jeweils 700.000 t/a, welche Borealis‘Borstar-Technologie der dritten Generation nutzen. Desweiteren eine Produktionsanlage für vernetztes PE (XLPE) mit einer Kapazität von 100.000 t/a und eine Hexen-1-Anlage, die Co-Monomere für bestimmte Polyethylen-Materialien produzieren wird. Die Inbetriebnahme von Borouge 4 ist für Ende 2025 geplant. Der Petrochemiekonzern Adnoc soll den Borouge-4-Komplex mit Rohstoffen beliefern.

 

Ausbau als Reaktion auf den wachsenden Bedarf an Polyolefinen

Mit der Expansion im Weltmaßstab wollen die Projektpartner ihr Engagement für das weitere Wachstum von Borouge unterstreichen, sowie für eine fortschrittliche Chemikalienproduktion in Ruwais, die eine wesentliche Säule der Technologie-, Innovations- und Industrieentwicklungsstrategie von Abu Dhabi und der Vereinigten Arabischen Emirate darstellt. Borouge produziert essentielle industrielle Rohstoffe, die einerseits an globale Kunden geliefert und andererseits auch von regionalen Unternehmen genutzt werden, was die lokalen Versorgungsketten sowie die Wertschöpfung im Land stärkt. Das Projekt soll den erwarteten Anstieg der Kundennachfrage nach Polyolefinen bedienen, die durch die zunehmende Nutzung in Industrieprodukten im Nahen Osten, Afrika und Asien angetrieben wird. Darüber hinaus soll die Anlage den nächsten Wachstumsschritt des Industriekomplexes Ruwais einläuten, indem sie die Ta'Ziz Industrial Chemicals Zone mit Rohstoffen versorgt.

Nachhaltige Verpackungen mit hohem Polyethylen-Recyclinganteil ermöglichen

Mit der Borstar-Technologie soll die Anlage ein Produktportfolio entwickeln, das sich auf langlebige Anwendungen für die Bereiche Energie, Infrastruktur, fortschrittliche Verpackungen sowie Landwirtschaft konzentriert. In Verbindung mit dem Hexen-Co-Monomer soll dies Verpackungsmaterialien mit einem Polyethylen-Recyclinganteil bis 50 % ermöglichen. In einer Studie prüfen die Betreiber außerdem die Wirtschaftlichkeit und den Bau einer Kohlenstoff-Abscheidungsanlage, die die CO2-Emissionen um 80 % reduzieren würde und ebenfalls rechtzeitig bis zur Inbetriebnahme des Borouge-4-Komplexes einsatzfähig sein soll. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie die jüngsten Initiativen von Adnoc für saubere Energie nutzt. Durch den Zugang zu den sauberen Energiequellen von Abu Dhabi ist sie zur Stromversorgung weniger abhängig von Kohlenstoff-intensiven Energieträgern. Diese Initiativen stehen im Einklang mit der strategischen „Netto-Null bis 2050“- Initiative der Vereinigten Arabischen Emirate.

Die erste Borouge-Anlage, die 450.000 t/a Polyethylen herstellt, wurde im Jahr 2001 in Betrieb genommen. Mit „Borouge 2 und Borouge 3 stieg die Produktionskapazität in den Jahren 2010 bzw. 2014 auf 2 bzw. 4,5 Mio. t/a Polyethylen und Polypropylen. Borouge 4 wird eine Polyolefinproduktion von 6,4 Mio. t/a ermöglichen. Borouge wird damit zur weltweit größten Single-Site-Polyolefinanlage.

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