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Dr. Jan Stefan Roell ist CEO der ZwickRoell Gruppe. (Bildquelle: ZwickRoell)

Anfang 2021 wird Klaus Cierocki (53), der bisher den Unternehmensbereich Engine Systems beim Automobilzulieferer Schaeffler leitete, in den Vorstand der ZwickRoell Gruppe eintreten. Im Laufe des zweiten Quartals 2021 soll Cierocki dann zum CEO des Prüfmaschinenherstellers aufsteigen. Er wird diese Position von Dr. Jan Stefan Roell (66) übernehmen, der zum gleichen Zeitpunkt in den Aufsichtsrat von ZwickRoell wechseln wird. Dies teilte Roell im Rahmen der Online-Pressekonferenz des Unternehmens am 15. Oktober mit.

Die Geschäfte des Prüfmaschinenherstellers stehen im laufenden Jahr unter dem Einfluss der Corona-Pandamie und ihren Folgen für zahlreiche Wirtschaftszweige. Der konsolidierte Auftragseingang der Gruppe lag per Ende September 2020 mit 155 Mio. EUR um 14 % unter dem Wert der entsprechenden Vorjahresperiode und um 18 % unter dem ursprünglichen Plan. Damit lag der Auftragseingang aber deutlich über dem errechneten Worst Case, wie Roell betonte. Hatte die ZwickRoell Gruppe, die weltweit mehr als 1.600 Mitarbeiter beschäftigt, von 2010 bis 2018 ihre Wachstumsziele stets erreicht, blieb sie 2019 und 2020 hinter den gesteckten Zielen zurück. Nach 236 Mio. EUR im Vorjahr rechnet die Gruppe im Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz von rund 210 Mio. EUR.

Unterschiedliche Impulse aus den Kundensegmenten

Dabei entwickeln sich die Hauptkundenbranchen von ZwickRoell durchaus unterschiedlich: So zogen in diesem Jahr die Aufträge im weitgehend öffentlich finanzierten Bereich Academia  (Wissenschaft und Forschung) an, während sie im Bereich Automotive – nicht nur aufgrund von Corona, sondern auch aufgrund des gegenwärtigen Strukturwandels in der Automobilindustrie – zurückgingen. Gerade in diesem Sektor sieht der amtierende ZwickRoell CEO aber auch große Zukunftschancen, etwa im Bereich alternativer Antriebsmodelle oder bei Batterietests. Eher seitwärts bewegt sich aus Sicht des Prüfmaschinenherstellers derzeit der Industriebereich Kunststoffe – trotz Rückgängen in der Automobil-, Raumfahrt- und Elektrobranche – , während aus der Metallindustrie 2020 deutlich weniger Aufträge eingingen als im Vorjahr. Eindeutig im Aufwind befindet sich aus Sicht von ZwickRoell der Industriebereich Medical, wo nicht zuletzt Covid 19 die Forschungsausgaben und das weltweite Marktwachstum befeuert. Im Medizinbereich sieht Dr. Jan Stefan Roell zudem große Zukunftschancen, beispielsweise durch vermehrte In-House-Prüfungen, zunehmende Automatisierung sowie steigende Lebenserwartung und wachsendes Gesundheitsbedürfnis.

Verstärkung im Bereich Materialprüfung

Wie ZwickRoell jetzt ebenfalls mitteilte, baut die Gruppe ihr Portfolio im Bereich der Materialprüfung weiter aus und wird zum 1. Januar 2021 die Mehrheit der Anteile der Firma Emco-Test Prüfmaschinen übernehmen. Emco-Test ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Härteprüfung (Produkte und Services) mit Standort in Kuchl, Österreich, und ist in 44 Ländern tätig. Durch den Erwerb der Anteile und die Aktivitäten der Tochtergesellschaft Indentec (UK) stärkt ZwickRoell seine Kompetenz in der Härteprüfung. Kunden steht hierdurch ein umfassendes, innovatives Produktprogramm vom Nano- bis Makrobereich zur Verfügung. (rm)

Mitarbeiter und Kunden laufen für guten Zweck

„ZwickRoell runs the world” – so lautet das Motto der nun bereits zum vierten Mal in Folge ausgetragenen Lauf-Challenge. Die diesjährigen Teilnehmer erliefen während der 60 Tage dauernden Veranstaltung gemeinsam die Rekordstrecke von über 106.000 km. Im Gegenzug spendet ZwickRoell 50.000 € an soziale Organisationen und Initiativen. Genau 106.576,2 km legten die gut 850 Teilnehmer im Laufe der Challenge zurück. Die beim Joggen, Nordic Walking oder Wandern gesammelten Kilometer konnten ganz bequem per App erfasst und übermittelt werden. Weltweit nahmen Mitarbeiter, Kunden und Freunde des Hauses ZwickRoell aus 42 Ländern an der Aktion teil. Ziel der Teams und Einzelläufer war es, so viele Kilometer wie möglich für den guten Zweck zu sammeln. Dabei kam das beste Team auf über 2.780 km, die besten Einzelläufer auf weit über 900 km in 60 Tagen.

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