Hand mit rotem Kunststoffgranulat

Ziel der Kooperation zwischen Faurecia und Veolia ist es, bis zum Jahr 2025 einen durchschnittlichen Anteil von 30 % Recyclingmaterial zu erreichen. (Bild: Faurecia)

Die Partnerschaft soll die Einführung nachhaltiger Materialien für Armaturentafeln, Türverkleidungen und Mittelkonsolen in Europa beschleunigen. Ab 2023 will Veolia die Produktion dieser Sekundärrohstoffe an seinen bestehenden Recyclingstandorten in Frankreich aufnehmen.

Recycelte Kunststoffe für ökologischen Wandel der Automobilbranche

Der Einsatz von recycelten Kunststoffen ist eine der wichtigsten Herausforderungen für den ökologischen Wandel in der Automobilbranche, da er eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der CO2-Emissionen und der Verbesserung der Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen spielt. Derzeit besteht die Innenausstattung von Autos meist noch aus Neumaterial.

In der strategischen Partnerschaft wollen beide Unternehmen von ihren sich ergänzenden Kompetenzen in den Bereichen nachhaltige Verbundstoffformulierungen, hohe Anforderungen an die Automobilarchitektur, Beschaffung und Behandlung von Industrie- und Post-Consumer-Kunststoffabfällen profitieren.

Recycling reduziert Kunststoffabfälle und begegnet Ressourcenknappheit

Patrick Koller, Chief Executive Officer bei Faurecia, erklärt: „Als Automobilzulieferer mit einem branchenführenden Portfolio an nachhaltigen Materialien sind wir einzigartig positioniert, um Automobilherstellern und ihren Kunden innovative Lösungen anzubieten. Indem wir unsere innovativen und industriellen Kräfte mit Veolia bündeln, werden wir die Einführung bahnbrechender nachhaltiger Materialien und deren Markteinführung beschleunigen sowie zur Reduzierung von Kunststoffabfällen und zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft beitragen. Diese Vereinbarung wird auch einen wichtigen Beitrag zu unserer Roadmap zur CO2-Neutralität für Scope 3 leisten, die auf den Grundsätzen ‚weniger verbrauchen, besser nutzen und länger nutzen‘ basiert.

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

„Da die Nachfrage nach recyceltem Kunststoff in allen Sektoren vor dem Hintergrund der Ressourcenknappheit steigt, müssen mehr Kunststoffabfälle recycelt werden. Durch die Zusammenarbeit mit Faurecia können wir unser Angebot an Sekundärrohstoffen für die Automobilindustrie durch die Entwicklung von Compounds mit hoher Wertschöpfung erhöhen. Die umweltschonenden Innenraumlösungen werden auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität leisten, die im Mittelpunkt des ökologischen Wandels steht,“
ergänzt Estelle Brachlianoff, Group Chief Operating Officer bei Veolia.

Über Faurecia und Veolia

Veolia ist ein Recyclingunternehmen und beliefert die Automobilindustrie in Frankreich seit über fünf Jahren mit Polypropylen-Verbindungen. Durch die Zusammenarbeit mit Faurecia will das Unternehmen nun seine Produktpalette auf den Innenraum von Fahrzeugen ausweiten.

Faurecia war 2011 der erste Automobilzulieferer, der mit Nafilean ein komplettes Sortiment an Bio-Composite-Cockpit-Lösungen auf den Markt brachte. Gut zehn Jahre später und in rund 13 Mio. Fahrzeugen verbaut ist der CO2-Fußabdruck dieser Produkte um 28 % geringer als der von herkömmlichen Vollkunststoffprodukten.

Quelle: Faurecia Deutschland

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