Werner & Mertz Inhaber Reinhard Schneider spricht mit Alpla Chairman Günther Lehner und Alpla CEO Philipp Lehner über zukünftige gemeinsame Projekte im Rahmen der Recyclat-Initiative.

Werner & Mertz Inhaber Reinhard Schneider spricht mit Alpla Chairman Günther Lehner und Alpla CEO Philipp Lehner über zukünftige gemeinsame Projekte im Rahmen der Recyclat-Initiative. (Bild: Werner & Mertz)

Bereits im Jahr 2012 war Alpla mit dem Mainzer Reinigungsmittelunternehmen Werner & Mertz eine Kooperation im Rahmen der Recyclat-Initiative eingegangen ist, um gemeinsam mit weiteren Partnern die hochwertige Aufbereitung und Wiederverwertung von Recyclat aus dem Gelben Sack voranzutreiben. Mit Erfolg: Bereits 2014 ist es gelungen, die ersten Flaschen aus 100 % Altplastik mit einem Anteil von 20 % aus der Quelle Gelber Sack in den Markt zu bringen, vor einigen Monaten konnte der Anteil auf 50 % gesteigert werden.

„Als inhabergeführte Familienunternehmen haben wir beide gemeinsam, dass wir unabhängig von Shareholder-Values und Quartalsberichten auf langfristige Initiativen setzen können und auf diese Weise eine ganzheitlich-nachhaltige Kreislaufwirtschaft voranbringen. Ich freue mich sehr, diesen Weg gemeinsam mit Philipp Lehner fortzuführen“, erklärt Schneider.

Philipp Lehner dazu: „Unsere langjährige Zusammenarbeit beim Einsatz von recycelten Kunststoffen hat zu Verpackungslösungen geführt, die Vorbildcharakter im Hinblick auf die Etablierung geschlossener Produktkreisläufe von der Flasche zur Flasche haben. Ich persönlich freue mich, gemeinsam die Recycling-Initiative unserer Unternehmen auch in Zukunft weiter voranzutreiben und Vorreiter auf diesem Gebiet zu sein.“

Weltweit größte Recyclatflaschen-Fertigung

Die gemeinsame Erfolgsgeschichte begann bereits 1995, als Alpla die Produktion von Verpackungen für Werner & Mertz auf dem Firmengelände in der Ingelheimer Aue startete. 2019 wurde aus der On-Site-Produktion eine Inhouse-Produktion: Reinhard Schneider weihte damals gemeinsam mit Günther Lehner das neue Produktionszentrum ein, das im Erdgeschoss die größte 100 Prozent-Recyclatflaschen-Fertigung der Welt beherbergt – hier stellt Alpla seitdem die Flaschen her, die dann direkt ein Stockwerk darüber mit Rezepturen der Marke Frosch abgefüllt werden. Das spart Transportwege und minimiert dadurch gleich doppelt CO2-Emissionen. Bislang sind bereits über 489 Mio. Flaschen aus 100 % Post-Consumer-Recyclat produziert worden.

Gemeinsame Ausbildung von Mechatronikern

Zukünftig wollen beide Unternehmen am Standort aber nicht nur räumlich eng zusammenarbeiten, sondern auch im Bereich Berufsausbildung gemeinsame Wege gehen: Alpla möchte ab nächstem Jahr Mechatroniker am Standort Mainz ausbilden und strebt hierfür eine Ausbildungspartnerschaft mit Werner & Mertz an. „Wir würden uns sehr über eine enge Zusammenarbeit des Ausbildungsberufs Mechatroniker zwischen unseren beiden Unternehmen freuen, denn auf diese Weise können wir noch mehr voneinander lernen, unsere Inhalte verbessern, Netzwerke schaffen und Schnittstellen noch besser nutzen. Es wäre eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, betont Werner & Mertz Ausbilder Björn Frederik Knack.

Darüber hinaus steht auch am zweiten Produktionsstandort von Werner & Mertz im österreichischen Hallein für die Zukunft eine eigene Flaschenproduktion von dem aus Österreich stammenden Unternehmen Alpla in Aussicht.

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