Windkraftanlage

Vattenfall will bis 2030 ausgemusterte Rotorblätter komplett recyceln. (Bild: Massimo Cavallo - Fotolia.com)

Zahlreiche Komponenten von Windkraftanlagen, die nach dem Ende ihrer Laufzeit zurückgebaut werden, können bereits heute wiederverwertet werden. Eine Herausforderung bilden jedoch die Rotorblätter, die aus Verbundwerkstoffen gefertigt sind. Vattenfall will die ausgemusterten Rotorblätter in Zukunft jedoch komplett wiederverwerten.

Ein erster Schritt dorthin wurde jüngst in den Niederlanden gemacht. Roboterblätter des im Rückbau befindlichen Windparks „Irene Vorrink“ sollen zu Sportgeräten, Dämmstoffen oder Komponenten für Solarparks verarbeitet werden. Dazu kooperiert das Unternehmen mit verschiedenen Projekten, um neue Kreislauflösungen zu finden.

„Da die Windindustrie weiter wächst, um fossilfreie Energie auf der ganzen Welt bereitzustellen, engagiert sich Vattenfall für eine Kreislaufwirtschaft, die die Umweltauswirkungen während des gesamten Produktlebenszyklus reduziert“, erklärt Eva Philipp, Head of Environment and Sustainability im Geschäftsbereich Wind bei Vattenfall.

Rückbau des niederländischen Windparks Irene Vorrink
Rückbau des niederländischen Windparks Irene Vorrink. (Bild: Martine Goulmy)

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

Transport eines Rotorblattes
Die Rotorblätter werden abmontiert und für den Transport vorbereitet. (Bild: Martine Goulmy)

Mit diesen Partnern will Vattenfall das Rotorblattrecycling anpacken

Um die Blätter vom Windpark zu recyceln, wurden zwei Partner unter Vertrag genommen, die die Blätter verarbeiten und Optionen für das Recycling prüfen: die norwegische Gjenkraft AS sowie das Life Carbon Green-Konsortium. Das niederländische Bildungsinstitut Rocva erhält zudem zwei Rotorblätter, die als Trainingsgerät für zukünftige Windturbinenmechaniker verwendet werden sollen.  

Gjenkraft wird die Rotorblätter zum Herstellen von recycelten Fasern, synthetischen Ölen und Gasen nutzen, die unter anderem für Sportgeräte wie Skier und Snowboards oder auch Dämmstoffen verwendet werden. Life Carbon Green ist ein Forschungsprojekt, das neue Verfahren für das Verarbeiten der Blätter entwickelt hat und hieraus auch Komponenten für Solarparks produzieren will.

Windkraftanlagen haben bereits eine Recyclingquote von 90 %, denn zahlreiche Komponenten einer Windkraftanlage – das Fundament, der Turm, die Komponenten des Getriebes und des Generators – sind recycelbar. Die Rotorblätter stellen jedoch aufgrund der Verbundwerkstoffe, aus denen sie bestehen, eine besondere Herausforderung dar. Derzeit gibt es hierfür noch keine nachhaltigen Lösungen im industriellen Maßstab. Aus diesem Grund beschäftigt sich Vattenfall mit der Erforschung und Erprobung fortschrittlicherer Recyclingtechnologien.

In den kommenden Wochen werden die ausgemusterten Rotorblätter so zerlegt, dass sie für den weiteren Transport und die vorgesehenen Recyclingtechnologien geeignet sind. Die Pläne sind Teil des Bestrebens von Vattenfall, bis 2030 eine Recyclingquote von 100 % zu erzielen. Bereits heute verzichtet Vattenfall komplett auf das Deponieren von ausgemusterten Rotorblättern aus eigenen Windparks.

Quelle: Vattenfall

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