Grafik zu den Themen am Messestand

In Halle 16, Stand F22 präsentiert Leistritz individuell umgesetzte Anwenderprojekte. (Bild: Leistritz)

In regelmäßigen Bühnenshows werden die Extrusionsspezialisten Anwendungsbeispiele vorstellen. Daniel Nagl, Geschäftsführer der Leistritz Extrusionstechnik erklärt: „Bei uns gibt es nichts von der Stange. Jede unserer Anlagen wird individuell nach den Bedürfnissen des Kunden ausgelegt.“

Das Unternehmen Vinventions fertigt Flaschenverschlüsse und Korken für den Weinbau. Als Rohmaterial für die Direktextrusion werden pflanzenbasierte Rohstoffe auf Zuckerrohrbasis verwendet. Der Anlagenhersteller arbeitet bereits seit 1997 mit Vinventions zusammen. Gemeinsam wurden bisher 15 Anlagen in Betrieb genommen. Das Projekt verbindet Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und einen geringen CO2-Abdruck mit herausragenden Produkteigenschaften für hochwertige Weine. Der Extruderhersteller hat mit seiner Erfahrung in der Compoundierung und Auslegung von Extrudern dazu beigetragen, die schwankende Qualität pflanzenbasierter Rohstoffe in einen stabilen Prozess einzubinden, der verlässlich eine gleichbleibend hohe Produktqualität ermöglicht.

Wieviel Rezyklat im Bodenbelag stecken kann

Die Classen-Gruppe produziert unter dem Markennamen „Ceramin“ Bodenbeläge auf der Basis von Polypropylen. Die Rezyklatquote liegt bei über 60 % im Kunststoffanteil. Die fertigen Platten sind PVC-frei und lassen sich so am Ende ihres Lebenszyklus vollständig und umweltverträglich recyceln. Der hohe Anteil an Recyclingmaterial mit wechselnden Materialeigenschaften bedeutet besondere Anforderungen an die Prozesstechnik. Leistritz hat als Partner in der Prozessentwicklung, aber auch als Projektpartner für das Verwirklichen einer neuen Fertigungslinie dazu beigetragen, das nachhaltige Produkt noch effizienter herzustellen und den Output der Produktion von 5 auf 9 t pro Stunde fast zu verdoppeln. Für die Herstellung der Fußbodenplatten hat der Maschinenbauer zwei ZSE MAXX Doppelschnecken-Extruder geliefert und die gesamte Produktionsanlage konzipiert, gebaut und in Betrieb genommen. Gemeinsam mit dem Bodenbelaghersteller wurde der Verarbeitungsprozess so gestaltet, dass dabei besonders wenig Ausschuss entsteht.

Christopher Helms leitet das Technikum bei Leistritz und war seitens der Verfahrenstechnik für das Projekt verantwortlich. Er erklärt: „Die Werkstoffkombination für den Belag ist eine komplette Neuentwicklung unseres Kunden. Sie basiert auf Mineralstoffen und PP-Rezyklat. Da der Einsatz von Rezyklaten in hochwertigen Anwendungen immer mehr Zuspruch gewinnt, haben wir unsere Anlagen- und Prozesstechnik auf diese Bedürfnisse optimiert.“

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

Gemeinsam für den Leichtbau forschen

In einem gemeinsamen Projekt mit Firmenpartnern und der LIT Factory an der Johannes Kepler Universität im österreichischen Linz wurde eine Forschungsanlage zum Herstellen besonders leistungsfähiger glas- oder kohlefaserverstärkten Tapes geplant und realisiert. Damit werden Forschungsaktivitäten im Sinne einer recyclinggerechten Entwicklung von Kunststoff-Leichtbaukomponenten für eine Kreislaufwirtschaft und einer ressourcenschonenden Fertigung sowie Einsatzes im Produktlebenszyklus durch Minimierung des Energieverbrauches und Reduktion des CO2-Fussabdruckes verfolgt.

„Die Prozesskette beginnt mit unserer Anlage für die Herstellung der Halbzeuge für Leichtbauteile, sogenannte Unidirektionale Tapes. Dafür haben wir eine sehr intelligente Anlage entwickelt. Im nächsten Prozessschritt werden aus diesen Tapes Leichtbauteile, etwa für Flugzeuge, den Automobilbau oder Sportgeräte hergestellt. Am Ende des Produktlebenszyklus können diese Erzeugnisse wieder recycelt und die daraus gewonnenen kurzfaserverstärkten Kunststoffe für die Fertigung neuer Leichtbauteile eingesetzt werden. Bei diesem Projekt steht vor allem das Thema Ressourcenschonung, aber auch die Digitalisierung im Fokus“, erläutert Silvia Barthel, die zuständige Konstrukteurin der Anlage. Frau Barthel ist eine der Expertinnen, die auf der Bühne ihr Projekt genauer vorstellen wird.

Wie Energie gewandelt wird

Ein ZSE 60 Imaxx Extruder mit moderner Steuerung, offen für die Integration von neuesten Entwicklungen, wird auf dem Stand live ausgestellt. Der Extruder ist unter anderem mit einem Synchronmotor ausgestattet, welcher zu den derzeit effizientesten Energiewandlern auf dem Markt gehört.  Das Getriebe verfügt über ein Condition Monitoring System, bei dem intelligente Sensoren das Maschinenverhalten aufnehmen und einen schnellen Überblick über den Anlagenzustand ermöglichen. Durch eine vorbeugende Instandhaltung können damit Ausfallzeiten vermieden werden.

Mit diesem Modell hat die Baureihe eine weitere Maschinengröße erhalten. Die Baureihe zeichnet sich durch Ihre Flexibilität und Modularität aus. Die Einsatzgebiete erstrecken sich über alle Möglichkeiten in der Kunststoffextrusion sowie im Recycling. Aufgrund des hohen spezifischen Drehmoments von bis zu 15,0 Nm/cm³ in Verbindung mit einem hohen freien Volumen (Da/Di = 1,66) zählen die ZSE MAXX-Maschinen zu den weltweit leistungsstarken gleichläufigen Doppelschneckenextrudern.

Quelle: Leistritz

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