Eine PET-Flasche wird weggeworfen

Schulterschluss mündet in Positionspapier: Die deutsche Kunststoff- und Recyclingindustrie positioniert sich klar für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Dafür braucht es Veränderungen. (Bild: Witthaya - adobe.stock.com)

Die Vertreter der Wertschöpfungskette Kunststoff setzen damit ein klares Zeichen zur konstruktiven Zusammenarbeit untereinander. Das erklärte Ziel ist eine funktionierende Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe, um so noch stärker von den Vorteilen des Materials zu profitieren. Fakt ist: Kunststoffe leisten schon jetzt einen elementaren Beitrag zum Klimaschutz. Ein stärkerer Einsatz gebrauchter Kunststoffe würde die CO2-Bilanz weiter verbessern. Die Positionen und vorgeschlagenen Maßnahmen sind aber auch ein Appell in Richtung Politik und Öffentlichkeit, die geteilte Verantwortung für mehr Ressourcenschonung und Klimaschutz aktiv wahrzunehmen und die damit verbundenen Chancen mutig zu ergreifen.

Welche Akteure haben sich am Positionspapier beteiligt?

Hinter dem Positionspapier stehen die Verbände Plastics Europe Deutschland, der GKV Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie, VDMA Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen sowie die Organisationen der Entsorgungs- und Recyclingindustrie BDE und BVSE. Gemeinsam wollen sie dazu beitragen, den Kohlenstoffkreislauf bei Kunststoffen effizient und nachhaltig zu schließen.

Kreislaufwirtschaft als Chance für nachhaltigen Wandel

Der Wandel zur Kreislaufwirtschaft verändert die Art und Weise, wie Kunststoffprodukte in Zukunft hergestellt, genutzt und verwertet werden. Zugleich bringt er große Chancen für ein nachhaltiges Wachsen und Wirtschaften der Industrie. Eine wichtige Voraussetzung dafür: Das Lebensende von Produkten muss bereits in Entwicklung und Herstellung mitgedacht werden. Dafür sind Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz wesentliche Voraussetzungen für zirkuläre Fortschritte.

Damit dies gelingt, braucht es auf deutscher und europäischer Ebene ein eindeutiges Bekenntnis zu neuen Technologien, mehr Offenheit gegenüber Innovationen sowie ein rechtliches Umfeld, in dem Investitionen sicher und zügig stattfinden können. Diesen Wandel gilt es jetzt zu gestalten, wie die fünf beteiligten Verbände in ihrer Position festhalten.

Diese Maßnahmen sollen den Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft ebnen

Im Positionspapier haben die Akteure dafür entsprechende Vorschläge festgehalten, in welchen Bereichen angesetzt werden müsse, um die notwendigen Impulse zu mehr Kreislaufwirtschaft in Gang zu setzen. Neben recyclinggerechter Produktgestaltung, dem Umgang mit Exporten von Alt-Kunststoffen oder dem EU-weiten Ende ihrer Deponierung und der Ausweitung von Entsorgungs- und Verwertungsstrukturen gehört dazu auch, die Marktbedingungen für den Einsatz von Rezyklaten zu verbessern. Dafür braucht es einen klaren politischen Fahrplan und die notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Ihre Position und ihre Vorschläge sehen die Verbände als Einstieg in den Dialog mit weiteren Partnern aus der Kunststoffindustrie, aber auch mit den Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

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