Frauen im Einzelhandel

Verpackungslösungen schützen Ressourcen. Das DVI weist am 2. internationalen Tag gegen Verlust und Verschwendung von Lebensmitteln nochmals auf die ökologischen Vorteile. (Bild: Franz Pflügl - Fotolia)

Eine 2019 veröffentlichte Studie des Thünen‐Instituts zeigt auf, dass 2015 alleine in Deutschland fast 12 Mio. t Lebensmittel weggeworfen wurden. Über 50 % gehen dabei auf das Konto von privaten Haushalten. Oder anders ausgedrückt: Pro Kopf rund 85 kg. Weiterhin gingen demnach 17 % im Zuge der Verarbeitung verloren.  Auf die Gastronomie entfielen 13 % der Lebensmittelabfälle, 11 % waren Nachernteverluste in der Landwirtschaft und 4 % gingen auf das Konto des Handels. Zahlen die nachdenklich stimmen.

Bis 2030 will man pro Kopf die weltweite Lebensmittelverschwendung halbieren

Deutschland hat sich dem Ziel der Vereinten Nationen (UNO) angeschlossen, bis 2030 die weltweite Lebensmittelverschwendung in Einzelhandel, Gastronomie und Privathaushalten pro Kopf zu halbieren und die Lebensmittelverluste entlang der Produktions‐ und Lieferkette zu verringern. Entlang der gesamten Versorgungskette vom Anbau bis zu den Konsumentinnen und Konsumenten gehen weltweit etwa ein Drittel der Lebensmittel verloren. Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation (FAO) summieren sich die Verluste auf rund 1,3 Mrd. t pro Jahr.

Lebensmittelverpackung
Lebensmittelabfälle verhindern. (Bild: DVI - Deutsches Verpackungsinstitut)

Jeder elfte Mensch auf der Welt hungert

Kim Cheng, Geschäftsführerin des Deutschen Verpackungsinstituts (DVI) hat nun anlässlich des 2. Internationalen Tag gegen Verlust und Verschwendung von Lebensmitteln auf die angespannte Ernährungslage in bestimmten Regionen der Welt hingewiesen. So hungert aktuell jeder elfte Mensch auf der Welt. 98 % davon lebten in Ländern, in denen mehr als 40 % der Lebensmittel nach der Ernte verloren gehen. Der Grund sei noch viel zu häufig fehlende oder unzureichende Verpackung. „Gerade dort, wo die klimatischen Bedingungen ungünstig, hygienische Lagerung unmöglich oder die Transportinfrastruktur schlecht sind, könnten moderne Verpackungen den entscheidenden Unterschied machen“, hebt Cheng hervor. „Die Verpackungswirtschaft liefert mit ihren innovativen Produkten die besten Voraussetzungen, Lebensmittel von der Ernte bis zum Verzehr zu schützen.“

Verpackungen als ökologisch sinnvoll betrachten

Die DVI-Geschäftsführerin betont außerdem, dass Lebensmittelverpackungen gerade einmal 0,7 % des gesamten Klima‐Fußabdrucks europäischer Konsumentinnen und Konsumenten ausmachen. Der ökologische Fußabdruck eines verpackten Lebensmittels sei im Durchschnitt 16 bis 30 Mal größer, als der Fußabdruck seiner Verpackung. In Lebensmitteln steckten zahlreiche Ressourcen. Auf Verpackungen zu verzichten, wäre aus ihrer Sicht auch ökologisch ein Fehler.

Quelle: DVI

Milchflasche
Der Klima-Fußabdruck einer Verpackung. (Bild: DVI- Deutsches Verpackungsinstitut)

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