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BMF siegte in der Kategorie „Unternehmen bis 100 Mitarbeiter“ mit einer innovativen Sandstrahlanlage. In der Kategorie „Unternehmen über 100 Mitarbeiter“ konnte sich die Schweizer Fritz Studer AG aus Thun mit einer wegweisenden Softwarelösung für Schleifmaschinen durchsetzen. Der Nachwuchspreis wurde an ein Team von Auszubildenden der Paul Horn verliehen.

Auf dem Messe-Doppel zeigten 1.352 Aussteller aus 29 Ländern Neuheiten aus der Fertigungstechnik und der Zulieferindustrie. Auf der Intec stehen Werkzeugmaschinen und Sondermaschinen sowie Fertigungstechnik im Mittelpunkt. Auf der Zuliefermesse Z werden Halbzeuge, Komponenten, Module und Technologien vorwiegend für den Maschinenbau und die Fahrzeugindustrie präsentiert. Zum Wettbewerb aufgerufen waren alle Aussteller der Intec. Insgesamt 49 Beiträge, die bislang höchste Wettbewerbsbeteiligung, wurden der Expertenjury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zur Entscheidung vorgelegt (2011: 37 Teilnehmer).

Die Sandstrahlanlage von BMF ermöglicht erstmals die allseitige Bearbeitung der Oberfläche, einschließlich der Unter- und Innenseiten der zu strahlenden (Klein-)Teile. Die Neuheit dieser Anlagentechnik besteht vor allem darin, dass Werkstücke über eine zentral angeordnete Satelliten- Werkstückaufnahme aufgenommen werden und sich auf einer astrometrischen Bewegungsbahn um das ebenfalls rotierende Schleuderrad bewegen. Durch ein Schnellwechselsystem und Mehrfach-Werkstückträger ist die gleichzeitige Bearbeitung von bis zu 40 Teilen möglich. Der energetische Aufwand und die eingesetzte Menge des Strahlgutes sind dabei minimal.

Den 2. Platz dieser Kategorie erreichte ULT aus Löbau für eine Neuentwicklung zum Absaugen und Filtern trockener Stäube und Aerosole im Nanobereich, wie sie beispielsweise bei der Laserbearbeitung entstehen. Contrinex GmbH aus Nettetal belegte den dritten Platz für den derzeit kleinsten Induktivsensor der Welt, den „MiniMini“.

In der Kategorie „Unternehmen über 100 Mitarbeiter“ erhielt Fritz Studer AG den ersten Preis für die Entwicklung einer innovativen Software für Schleifmaschinen. Insbesondere beim Außen- und Innenrundschleifen war bisher ein erfahrener Maschinenbediener notwendig, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Die Softwarelösung „Studertechnology“ ermittelt für jeden Bearbeitungsschritt automatisch die wichtigsten prozessrelevanten Einflussgrößen und die passenden Werte. Dadurch wird die Bedienung von Rundschleif-Maschinen erheblich vereinfacht. Gleichzeitig lassen sich bessere Ergebnisse bei kürzeren Bearbeitungs-, Optimierungs- und Rüstzeiten erzielen. Hinzu kommen ein geringerer Energieverbrauch, eine gesteigerte Bearbeitungsqualität, niedrigere Ausschusszahlen, eine bessere Dokumentation sowie niedrigere Werkzeugkosten.

Bystronic aus Gotha entwickelte eine Abkantpresse (Xcite 80 E), die den 2. Platz belegt. Damit steht eine kompakte Presse mit neuartigen Lösungen zur Verfügung, die schnell, exakt, zuverlässig und weitgehend automatisch arbeitet. Platz 3 belegte die Mimatic aus Betzigau für einen leistungsfähigen und effizient einsetzbaren Scheibenfräser aus Vollhartmetall.

Der Intec-Nachwuchspreis ging an ein Team angehender Industriemechaniker bei Paul Horn in Tübingen. Projektbezogen hat der Betrieb den sechs Jugendlichen im ersten und zweiten Ausbildungsjahr die alleinige Projektverantwortung zur Entwicklung und Fertigung eines „Pedal Cars“ und die Teilnahme am British Pedal Car Grand Prix 2012 in England übertragen. Alle Arbeitsschritte wurden parallel zur Ausbildung vom Azubi-Team selbstverantwortlich besprochen, geplant und durchgeführt. Selbst Welle und Zahnrad für den Antrieb wurden eigenständig konstruiert und produziert.

(dw)

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