alternative energy

Lanxess und Wacker Chemie sind nun Teil der Stiftung 2°. (Bild: Thaut Images - fotolia.com)

Die beiden Unternehmen wollen damit ein klares Zeichen für den unternehmerischen Klimaschutz setzen. Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2° begrüßt diesen Schritt: „Die Chemieindustrie ist eine Lösungsindustrie auf dem Weg in die Klimaneutralität. Ohne Chemie gäbe es keine LEDs, keine Elektroautos, Solarmodule oder Windräder. Auch die anstehende Vernetzung der Zukunftsfelder Energiewende und Digitalisierung basieren auf Innovationen der Chemie.“

Klimaneutralität als Ziel

Für Lanxess ist Klimaschutz fester Bestandteil im unternehmerischen Handeln. Bis 2040 will man klimaneutral werden, wie auch Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von Lanxess, hervorhebt. Die Voraussetzung müssen dafür allerdings gegeben sein. „Damit die unternehmerischen Vorteile nachhaltigen Wirtschaftens erhalten bleiben, müssen aber die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Wir sind fest überzeugt, unsere langjährige Erfahrung beim Senken von Treibhausgasen gewinnbringend in die Stiftung 2° einbringen zu können. Deutschland hat das Potential, bei der Transformation in eine klimaneutrale Zukunft voranzugehen, und dabei wollen wir helfen.“

An den richtigen Stellschrauben drehen

„Es gibt zwei entscheidende Stellschrauben für die Chemie auf dem Weg in die Klimaneutralität: Die Umstellung der heute fossilen Industrieproduktion auf mit erneuerbarem Strom elektrifizierte Prozesse und den wertschöpfenden, emissionsreduzierenden Umgang mit dem ‚Abfallprodukt CO2‘“, sagt Dr. Christian Hartel, Vorsitzender des Vorstands von Wacker. „Wir stellen uns dieser Herausforderung und haben unsere Produktionsprozesse bereits zu über 60 Prozent elektrifiziert. Im zweiten Schritt braucht Wacker jetzt große Mengen erneuerbaren Stroms zu international wettbewerbsfähigen Preisen. Damit reduzieren wir einerseits den CO2-Fußabdruck der Produktion und eröffnen andererseits innovativen, treibhausgasarmen Wasserstoffprojekten wie Rhyme Bavaria die Wirtschaftlichkeit.“

Mit dem Projekt Rhyme Bavaria verfolgt Wacker das Ziel, durch die Herstellung von grünem Wasserstoff und dessen stofflicher Nutzung einen maßgeblichen Beitrag dazu zu leisten, fossile Rohstoffe in chemischen Prozessen und Produkten deutlich zu reduzieren. Die Stiftung 2° soll dabei als Brückenbauer zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft agieren.

Im Austausch mit 17 Industrieunternehmen – darunter auch Lanxess und Wacker Chemie – haben die Stiftung 2°, Agora Energiewende und Roland Berger entsprechend zwölf Handlungsempfehlungen an die Politik verfasst.

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