Am 26. Februar lädt das Kunststoff-Institut Lüdenscheid zu einem Verbundprojekttag ein. Dabei geht es um folgende Themen: 

Glas/Kunststoffverbunde: Durch das im Mai 2010 startende Projekt „KuGlas“ sollen die Grundlagen erarbeitet werden, Glas spritzgießtechnisch mit Kunststoff zu verbinden. Ziel ist es, Glas beispielsweise für Display-, Verscheibungseinheiten zu nutzen und durch entsprechende Kunststoffkomponenten die Fixierung für die spätere Bauteilintegration zu realisieren. Hierbei kann die Kunststoffkomponente Design- oder   funktionstechnische Details übernehmen. In dieser Kombination wird die Kratzfestigkeit des Glases mit der Designfreiheit des Kunststoffes kombiniert und in einem Bauteil vereint. Innerhalb der zweijährigen Projektlaufzeit werden die Voraussetzungen ermittelt, um Glas mit Kunststoff zu um- oder hinterspritzen. Zur Erarbeitung von Detailfragen wird ein Versuchswerkzeug zur Realisierung eines Demonstrators gebaut. Ansprechpartner für KuGlas sind Marius Fedler und Timo Schulz.

Symbol- und Ambientebeleuchtung : Aufgrund ihres geringe n Gewicht, der einfache n Formgebung, der gezielte n lichttechnische n Modifizierung durch Additivierung oder nachträglich e Bearbeitungsverfahren sind Kunststoffe im Bereich der Symbol- und Ambientebeleuchtung Kunststoffe hoch gefragt. Die Realisierung einer hochwertigen lichttechnischen Anwendung mit Kunststoffbauteilen setzt allerdings Kenntnisse in den Bereich der Lichterzeugung, Lichteinspeisung, Lichtleitung und letztlich im Bereich der Lichtausbringung voraus. Das neue zwei jährige Firmengemeinschaftsprojekt des Kunststoff-Instituts, welches in Kooperation mit DIAL, einem Dienstleister für Licht- und Gebäudetechnik, angeboten wird, widmet sich dieser grundlegenden Thematik. Insbesondere werden die materialspezifischen, lichttechnischen Eigenschaften der am Markt verfügbaren Kunststofftypen hinsichtlich der Symbol- und Ambientebeleuchtung betrachtet. Weiterhin wird eine umfassende Marktrecherche zu Trends und neuen Entwicklungen im Bereich der Lichterzeugung und Lichtausbringung durchgeführt, um Synergien und Ideen für neue Anwendungen zu schaffen. Die OLED-Technik ist hier als ein innovatives Anwendungsfeld hervorzuheben. Darüber hinaus wird der aktuelle Stand von optisch schaltbaren Oberflächen ermittelt. Den wesentlichen Projektschwerpunkt stellen die unterschiedlichen Lichtdesigns dar: Tag-/Nachtdesign sowie Verschwindeeffekt für Symbolbeleuchtungen und flächige Lichtausbringung für Ambientebeleuchtung. Ansprechpartner sind Angelo Librizzi und Jörg Günther.

Einsatz nachhaltiger Materialien: Der Markt der Biokunststoffe ist in den letzten Jahren gewachsen und hat an Popularität und Bedeutung gewonnen. Allerdings liegt der Rohstoffpreis noch häufig über den seines fossilen Pendants. Einhergehend mit dem Wunsch nach Alternativen trifft man zudem auf das Problem der Verfügbarkeit geeigneter Materialdaten dieser Werkstoffe. Es ergeben sich somit die Fragen: Was können nachhaltige Materialien im Vergleich zu den petrochemischen Vergleichsmaterialien wirklich leisten? Gibt es bereits Materialien oder Modifizierungsmöglichkeiten, mit denen ähnliche Eigenschaften oder sogar Produktverbesserungen zu den bisherigen Ingenieurwerkstoffen zu erzielen sind? Wie ist die Oberfläche bei dem Einsatz von Sichtteilen zu beurteilen? Ebenso besteht oft noch Unsicherheit im Bereich der Verarbeitung und Werkzeugauslegung. Der Markt ist zudem noch nicht hinreichend bekannt, so dass die Leistungsfähigkeit dieser Materialien kaum einzuschätzen ist. Vor diesem Hintergrund führt das Kunststoff-Institut Lüdenscheid in Kooperation mit der ISK Iserlohner Kunststoff-Technologie und der FH Südwestfalen ein Verbundprojekt zur Klärung dieser Fragen. Ausgewählte Versuchsreihen sollen Aufschluss über die Möglichkeiten einer Umsetzung geben. Schwerpunkte bilden Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen und naturfaserverstärkten Kunststoffen. Der Einsatz von Sonderverfahren im Bereich des Spritzgießens oder der Oberflächentechnik genießt besondere Bedeutung. Der Projektstart ist für April 2010 vorgesehen. Ansprechpartner ist Michael Tesch.

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