Delo-Prozesstechnologie beim Dosieren von Klebstoff

Die neue Prozesstechnologie von Delo in Aktion. (Bild: Delo)

Bei der von Delo entwickelten Durchflussaktivierung wird der Klebstoff bereits während des Dosierens belichtet. Dadurch startet die Aushärtungsreaktion noch bevor der Klebstoff auf das Bauteil trifft. Nach dem kombinierten Prozessschritt können die Komponenten gefügt werden.

Die offenliegenden Klebstoffbereiche lassen sich nach dem Fügen zusätzlich belichten und fixieren. Damit wird eine sofortige Anfangsfestigkeit erreicht und ein Ausfließen des Klebstoffs oder ein Verrutschen der Komponenten verhindert. Das Bauteil kann somit direkt weiterverarbeitet werden. Ob mit oder ohne die zusätzliche Lichtfixierung: Der Klebstoff härtet laut Angaben ohne weiteren Prozessschritt zuverlässig bis zur Endfestigkeit aus – auch in Hinterschneidungen und Schattenzonen.

Bei den Klebstoffen, die speziell für die Durchflussaktivierung entwickelt wurden, handelt es sich um einkomponentige Produkte auf Epoxidharzbasis. Die patentierten Delo Katiobond FA Klebstoffe sind mit zwei unterschiedlichen Initiatoren ausgestattet, die auf verschiedene Wellenlängen reagieren und die Aushärtung in Gang setzen. Erst durch dieses sogenannte Dual-Initiator-System ist der optionale Lichtfixierungsschritt möglich. Die Klebstoffe sind mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften verfügbar und besitzen im ausgehärteten Zustand eine hohe Medien- und Temperaturbeständigkeit.

Delo entwickelt volumetrisches Dosiergerät für neue Prozesstechnologie gleich mit

Neben Prozesstechnologie und Klebstoff hat der Klebstoffhersteller auch ein entsprechendes Gerät entwickelt. Delo-Activis 600 besteht aus den beiden Untereinheiten Dosieren und Belichten. Das Dosieren erfolgt volumetrisch, wobei sich Durchflussrate und -menge entsprechend der Prozessanforderungen definieren lassen. Während der einkomponentige Klebstoff durch das Mischrohr läuft, wird er über die integrierten Delolux 503 Aushärtungslampen belichtet. Die Mischwendel sorgt für ein gleichmäßiges Aktivieren des gesamten Klebstoffvolumens. Das System kann als eigenständiges Gerät genutzt oder in bestehende Produktionsanlagen integriert werden.

„Durch die verschiedenen, individuell einstellbaren Parameter eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten hinsichtlich Bauteildesign und effizienter sowie CO2-reduzierter Prozessgestaltung“, sagt Dr. Karl Bitzer, Leiter Produktmanagement von Delo.

Besonders geeignet ist Durchflussaktivierung für das Verkleben und den Verguss temperatur-empfindlicher Bauteile. So lassen sich beispielsweise Sensoren oder Stecker schonend und spannungsarm mit den Dual-Initiator-Klebstoffen verkleben. Dabei muss keines der Bauteile lichtdurchlässig sein und auch in komplexen Geometrien härtet der Klebstoff zuverlässig aus.

Die Durchflussaktivierung kann verschiedene in der Industrie verbreitete Klebprozesse ersetzen. Sie ist eine effiziente und umweltschonende Alternative für warmhärtende, raumtemperaturhärtende oder dualhärtende Verfahren.

Quelle: Delo

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