Kaeltemittelflaschen_Gruppe_ISOV2 (C) WestfalenAG

Die Betreiber von Kälteanlagen müssen sich verstärkt Gedanken über die Wahl des Kältemittels machen. (Bildquelle: Westfalen AG)

Die Verordnung sieht eine schrittweise Reduktion der CO2-Äquivalente − das sogenannte Phase-down − in Form von teilhalogenierten fluorierten Treibhausgasen (H-FKW) bis zum Jahr 2030 um 79 Prozent vor, die in der EU in Verkehr gebracht werden dürfen. Diese Kältemittel beziehungsweise F-Gase sind in den meisten industriellen Kälteanlagen im Einsatz und dürfen aufgrund ihrer hohen GWP – Werte (Global Warming Potential = Treibhauspotential) von über 2.500 ab 01.01.2020 nicht mehr als Neuware in Anlagen (mit Füllmengen über 40 t CO2-Äquivalent) eingesetzt werden. Bestehende Anlagen (über 40 t CO2-Äquivalent) dürfen dann nur noch mit aufgearbeitetem oder recyceltem Kältemittel befüllt werden oder sie müssen auf ein Kältemittel mit niedrigem GWP-Werten umgerüstet werden. Ab 2030 gilt ein Nachfüllverbot für alle Kältekreisläufe mit einem GWP > 2500 zur Wartung und Instandhaltung, die mit diesen Kältemitteln befüllt sind. Die (Rest-)Lebensdauer dieser Anlagen ist also absehbar.

Aus Sicht von L & R Kältetechnik, Sundern, ist es der beste Weg, bestehende Anlagen mit R 134a zunächst weiter zu betreiben beziehungsweise auf ein Kältemittel mit einem niedrigen GWP – Wert umzustellen, zum Beispiel XP 10 – R513A (GWP-631) oder R1234yf (GWP-4) oder – wenn Investitionen geplant sind – eine Kälteanlage mit Kältemittel mit einem niedrigen GWP Wert anzuschaffen. Es werden in Zukunft diverse andere Stoffe zur Verfügung stehen.

Warum sollte man nicht sofort von 134a auf R 1234yf als Kältemittel der Zukunft setzen? Ganz einfach: Der Kilopreis dieses neu entwickelten Kältemittels ist noch sehr hoch. Bis 2020/ 2022 ist – unter anderem wegen erheblich größerer Produktionsmengen und höherer Nachfrage – mit deutlichen Preissenkungen zu rechnen. Dann können diese Kälteanlagen kostengünstiger umgestellt werden. Alternativ kann der Anwender auch die Anschaffung einer Kälteanlage mit natürlichen Kältemitteln wie Ammoniak NH3, CO2 oder Propan prüfen. Sie sind ebenfalls bewährt und in anderen Branchen wie etwa. der Nahrungsmittelindustrie weit verbreitet.

Unabhängig davon ist es immer empfehlenswert, bei der Planung alle Register der Energieeinsparung zu ziehen. Dazu gehören etwa drehzahlgeregelte Hubkolben- und Schraubenverdichter und Pumpen, eine Winterentlastung (freie Kühlung) durch Freikühler und eine außentemperaturabhängige Fahrweise mit gleitender Kondensationstemperaturregelung. Eine einfache Return-on-Invest-Rechnung, die bei L & R Kältetechnik Bestandteil der Projektierung ist, zeigt die Einsparpotenziale solcher Maßnahmen.


Marktübersicht Kälteanlagen

Kälteanlagen werden immer energieeffizienter. Neben effizienteren Pumpen tragen Hocheffizienz-Kältemittel und Wärmeübertrager dazu bei. Für den kurzfristigen Einsatz, vor allem in Jahreszeiten mit hohen Umgebungstemperaturen, kann das Mieten eine sinnvolle Alternative zum Kauf sein. Daher führt die Marktübersicht neben Hersteller auch Unternehmen auf, die die Kälteanlagen verleihen. Insgesamt steht in dieser Marktübersicht das Portfolio von 30 Anbietern zum Vergleich.


 

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