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Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirats K 2022, Erhard Wienkamp, Geschäftsführer Messe Düsseldorf, und Thomas Franken, Projektverantwortlicher Kunststoff und Kautschuk (v.l.). (Bild: Stephan Auch)

60 Länder sind auf Ausstellerseite vertreten. Besonders stark werden erneut die Anbieter aus Europa, neben Deutschland vor allem aus Italien, Österreich, Türkei, Niederlande, Schweiz und Frankreich, und ebenso aus den USA vertreten sein. Gleichzeitig spiegelt die K die Veränderungen im Weltmarkt deutlich wider: Die Anzahl und die Präsentationsfläche der Unternehmen aus Asien sind seit einigen Jahren auf konstant hohem Niveau. Mit starken Auftritten werden vor allem China, Taiwan, Indien, Südkorea und Japan vertreten sein - trotz der in diesen Ländern aktuell erschwerten Bedingungen aufgrund von Quarantänebestimmungen im eigenen Land für Auslandrückkehrer oder großen Verzögerungen bei der Visa Erteilung.

Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, sieht der K mit Freude entgegen: „Die K 2022 ist unsere erste Großmesse seit der Pandemie. Mit 179.000 m² netto Ausstellungsfläche ist unser Messegelände komplett ausgebucht.“ Und Wienkamp ergänzt: „Die K in Düsseldorf ist nicht nur das Leistungsbarometer der Branche und ihr globaler Marktplatz für Innovationen, sondern setzt nachhaltige wirtschaftliche Impulse. Gerade jetzt nach den pandemiebedingten Veränderungen und in einer schwierigen weltwirtschaftlichen Situation wird sie Orientierung geben.“

Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der K 2022, zur Situation der weltweiten Kunststoff- und Kautschukindustrie: „Polymere Werkstoffe sind unverzichtbar und nahezu in allen Bereichen unserer heutigen Lebenswelt allgegenwärtig. Die weltweite Kunststoffproduktion lag im Jahr 2021 bei rund 390,7 Mio. t, allein in Deutschland wurden in 2021 21 Mio. t produziert. Jedoch sieht sich die gesamte Branche mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, z.B. Lieferkettenproblematik und explodierende Energiepreise. Der Bedarf, sich bei der K 2022 auf globaler Ebene persönlich auszutauschen ist enorm, zumal sich die Kunststoffindustrie inmitten des Transformationsprozesses in Richtung Kreislaufwirtschaft befindet.“

Die Way2K-Interviewreihe:

Hand mit Recyclingzeichen in der Hand
(Bild: Ourteam - stock.adobe.com)

Bis zur K-Messe 2022 sind es zwar noch einige Monate, nichtsdestotrotz können Sie die verbleibende Zeit investieren und einen Blick in die bisherigen Interviews aus der Way2K-Reihe des VDMA werfen. Hier gelangen Sie zur Übersicht.

Zahlen der Branche

390,7 Millionen Tonnen Kunststoff wurden im Jahr 2021 weltweit produziert, 352,3 Mio.t wurden davon aus fossilen Rohstoffen gewonnen, 32,5 Mio.t. aus recyceltem Kunststoff, und 5,9 Mio.t aus biobasierten Kunststoffen.
Im gleichen Zeitraum wurden nach Analysen der International Rubber Study Group IRSG weltweit gut 29,88 Millionen Tonnen Kautschuk hergestellt und verbraucht. Inzwischen erzeugt Asien mit über 50 Prozent Anteil knapp die Hälfte aller weltweit hergestellten Kunststoffe. Auch die Kautschukproduktion wird traditionell von Asien dominiert.

In Deutschland wurden im Jahr 2021 nach Angaben von Plastics Europe 21 Millionen Tonnen Kunststoff erzeugt. Die Umsätze der Kunststofferzeuger beliefen sich insgesamt auf 31 Milliarden Euro. Die deutsche Kunststoffverarbeitung erzielte 2021 einen Umsatz von 69,4 Milliarden Euro. Die Kautschukverarbeiter konnten Erlöse von 9,95 Milliarden Euro vorweisen.

Betrachten wir den Anwendungsbereich von Kunststoffen in Europa, so hält die Verpackungsbranche mit rund 39 % den größten Anteil, der Bau folgt mit 21 % auf Platz 2, die Automobilbranche belegt Platz 3 mit fast 9 %. (Quelle: Plastics Europe, Zahlen aus 2021)

Die aktuelle Situation der Anbieter von Maschinen und Ausrüstungen, der größten Ausstellergruppe auf der K stellt sich wie folgt dar: Der Produktionswert der Kunststoff- und Gummimaschinen erreichte im Jahr 2021 weltweit ein Volumen von 38,6 Mrd. Euro (2020: 34,2 Mrd. Euro).

Nach Produktionswert größte Einzelnation im Kunststoff- und Gummimaschinenbau war 2021 China mit 35 % Anteil, gefolgt von Deutschland mit 19,6 % und Italien mit 7,1 %. Im Welthandel rangiert der deutsche Maschinenbau mit einem Anteil am Weltexport von 22 % direkt hinter dem neuen Exportmeister China mit 23,9 %, Japan mit 9,1 und Italien mit 8,6 %. Der Bedarf an Maschinen und Anlagen zur Verarbeitung ist auf allen wichtigen Absatzmärkten vorhanden und wird weiterwachsen.

Die Hersteller aus Deutschland schlossen das Jahr 2021 mit einem Produktionswert von 7,55 Mrd. Euro bei den Kernmaschinen und damit 7,6 % über den Werten des Vorjahres ab.

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

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