Blick auf den Ineos-Standort in Köln

Blick auf den Ineos-Standort in Köln: hier soll eine weitere Anlage entstehen, um schwer zu recycelnde Altkunststoffe wiederzuverwerten. (Bild: Ineos)

Die Unternehmen Ineos Olefins & Polymers Europe und Plastic Energy haben eine Absichtserklärung zur Herstellung von 100.000 Jahrestonnen recycelten Rohstoffen aus Kunststoffabfällen bekannt gegeben. Die Produktion wird in Köln, an der Grenze zu Dormagen respektive zum Chempark angesiedelt sein. Zum Einsatz kommen soll dabei die patentierte Tac-Recyclingtechnologie von Plastic Energy. Sie ermögliche es, schwer zu recycelnde Kunststoffabfälle, die sonst für die Verbrennung oder die Deponie bestimmt sind, in den Rohstoff Tacoil umwandeln. Dabei handelt es sich um ein Produkt von Plastic Energy, das zur Herstellung von Polymeren in Neuwarequalität verwendet werden kann.

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Beide Unternehmen kündigten erstmals 2020 eine Zusammenarbeit an, um den Bau einer Anlage im kommerziellen Maßstab zu prüfen. Im Rahmen dessen wurde Tacoil bereits erfolgreich in der Ineos-Crackeranlage in Köln in ein Polymer in Neuwarequalität umgewandelt und ausgewählten Anwendern zur Verfügung gestellt.  Start der Produktion ist für Ende 2026 geplant.

„Chemisches Recycling ist ein wesentlicher Teil der Lösung für die Umwandlung von Kunststoffabfällen in Materialien, die für anspruchsvolle Anwendungen genutzt werden können. Wir sind der Überzeugung, dass chemisches Recycling in großem Maßstab durchgeführt werden muss, um den Prozess ökologisch und kommerziell rentabel zu machen. Ich freue mich daher, mit Plastic Energy diesen ersten Schritt zu gehen, um dies vom ersten Tag an aufzubauen“, sagt Rob Ingram, CEO Ineos O&P Europe North.

Mithilfe eines Massenbilanzansatzes wird eine unabhängige, dritte Organisation wie ISCC oder RSB bescheinigen, dass fossile Rohstoffe durch die neuen, recycelten Materialien ersetzt wurden, und damit sicherstellen, dass die Vorteile des Recyclings korrekt verbucht werden.

Quelle: Ineos, Plastics Energy

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Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

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