Bundespräsident Horst Köhler hat auf Vorschlag von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Walter Michaeli mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

„Durch seine vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten unterstützt Prof. Michaeli die Bundes- und Landesregierung bei ihren Bemühungen, die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu fördern und so Wohlstand und soziale Gerechtigkeit in unserem Land zu erhalten“, würdigte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben anlässlich der Übergabe der Auszeichnung in Düsseldorf die Verdienste Michaelis.

Michaeli ist seit 1989 Inhaber des Lehrstuhls für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen. Neben den üblichen Lehrveranstaltungen initiierte er ehrenamtlich weitere Ausbildungsmaßnahmen, die sich mit aktuellen und praxisrelevanten Fragestellungen der Wissenschaft und Wirtschaft auseinandersetzen. Darüber hinaus engagiert er sich für zahlreiche Einrichtungen und Institutionen an der RWTH Aachen; so wurde er 1988 zum Geschäftsführer der Vereinigung zur Förderung des Instituts für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen ernannt. Zudem ist er Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Fakultät für Maschinenwesen an der RWTH Aachen, Mitglied des Werkstoff-Forums und auch Mitglied des Forums Informatik an der RWTH Aachen.

Für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet seiner beruflichen Forschung wurde er im Jahre 1976 mit der Borchers-Medaille der RWTH Aachen geehrt. Im Jahre 2002 wurde er gemeinsam mit A. Brunswick und T. Jüntgen für die Erfindung der Wasserinjektionstechnik mit dem Otto von Guericke-Preis der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke (AiF) sowie dem VDI-Kunststoff-Innovationspreis 2002 ausgezeichnet.

Seit 1988 ist Michaeli ehrenamtlicher Gutachter für die Beurteilung von Anträgen bei dem Programm zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Aufgrund seiner international anerkannten Leistungen als Wissenschaftler wurde er im Jahre 1994 zum ordentlichen Mitglied der Technikwissenschaftlichen Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Von 1997 bis zum Jahr 2006 gehörte er der Jury des Deutschen Zukunftspreises an, von 2002 bis 2006 als deren Vorsitzender. Seit 2004 ist Michaeli Vorsitzender des Vorstands des Wissenschaftlichen Rats der AiF und deren Präsidiumsmitglied. Er gehört dem Rat seit 1988 an und leitete viele Jahre die Gutachtergruppe Werkstoffe.

Zahlreiche weitere Ehrenämter und Mitgliedschaften runden Michaelis Engagement ab. Dazu gehören seine Mitwirkung im Vorstand der Fachgesellschaft Werkstofftechnik des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sowie seine Mitgliedschaft in der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Seit 2006 ist er zudem ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Darüber hinaus wirkt er als Mitglied des Kuratoriums der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin. Im Rahmen der Wiedervereinigung begleitete er 15 Jahre lang das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden in mehreren ehrenamtlichen Funktionen. Hier war er viele Jahre Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats.

Als Leiter eines Deutschen Handwerksinstituts (DHI) engagiert sich Michaeli seit über 20 Jahren für die berufliche Ausbildung der Handwerksbranche. Bundesweit werden an 40 vom IKV betreuten Berufsbildungseinrichtungen jährlich über 20000 Handwerker im Bereich der Kunststoffverarbeitung nach einem in Aachen entwickelten System ausgebildet.

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