Junger Mann sitzt an einem Tisch in der Natur und blättert in einem großen Buch

Die Handlungsempfehlungen sind ein Konzept zur Umsetzung eines erfolgreichen Binnenmarktes inklusive aller Wertschöpfungsbereiche für biobasierte Kunststoffe in Deutschland. (Bild: Dalle 3 / OpenAI)

Im Fokus der Broschüre stehen die insgesamte 42 Handlungsempfehlungen, die die Bereiche Markt, Rohstoffe, Technologie/Forschung, Recycling, Nachhaltigkeit, Abfallbiomasse und ländlicher Raum berücksichtigen. Nicht unerwartet fallen unter die Top 5 der Fachleute unter anderem Empfehlungen, die monetäre sowie marktregulierende Forderungen an die Politik richten.

Weniger werden hingegen Empfehlungen als Treiber für den BK-Markt in Deutschland beurteilt, die ein Umdenken initiieren, wie beispielsweise Verbraucher, die sich von konventionellen Kunststoffen abwenden, weil sie, achtlos entsorgt, die Umwelt verschmutzen.  
Parallel zu den genannten Empfehlungen bleibt es unabdingbar, die Vernetzung zwischen Forschung und Industrie, Handel und Entsorgung/Recycling, Lehre, Ausbildung sowie Aufklärung-/Kommunikationsarbeit für Verbraucher, Lobbyisten und NGOs fortzuführen und zu intensivieren, wenn es um den Marktausbau biobasierter Kunststoffe in Deutschland geht.

Die Arbeitsgruppe BK-Markt setzt sich wie folgt zusammen

Die Arbeitsgruppe besteht aus Experte, die das Vorhaben inhaltlich utnerstützen. Sie kommen aus den Bereichen Landwirtschaft, chemische Industrie, Veredelungsindustrie, Politik/Verbänden (VCI, Evonik Industries, Nordzucker, Ufop, BDBe, Plastics Europe, European Bioplastics, Zertifizierer (ISCC)).

Hintergründe zum Projekt

Grafik
Die Struktur des Projektes BK-Markt. (Bild: IKK)

BK-Markt steht für „Analyse zum Rohstoff-, Technologie- und Nachhaltigkeitspotenzial biobasierter Kunststoffe 2020 und 2030 für Deutschland“ und wurde mit einer Laufzeit von drei Jahren durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Untersucht wurde vom IKK – Institut für Kunststoff- und Kreislaufwirtschaft an der Leibniz Universität Hannover der deutsche Markt biobasierter Kunststoffe, um auszuloten, welche nachwachsenden Rohstoffe und biobasierten Zwischenprodukte zukünftig verfügbar sein werden, wie geschlossene Stoffströme für nachwachsende Rohstoffe maximiert und auf nationaler Ebene nachhaltig realisierbar sind.

Heute beziehen wir unsere biobasierten Kunststoffgranulate zum größten Teil aus Asien und Südamerika. Sie werden auf Flächen angebaut, von denen sich nur selten sagen lässt, ob und inwieweit Nachhaltigkeitskriterien bei der Bewirtschaftung berücksichtigt werden. Gleiches gilt für soziale Fragen. Auch hier wissen wir nur wenig über die Hintergründe, wie beispielsweise die Arbeitsverhältnisse und auch –bedingungen. Warum also nicht die biobasierten Kunststoffe, die in Deutschland verarbeitet werden, auch hier erzeugen? Angefangen beim Anbau der nötigen Rohstoffe für den Kunststoff, bis hin zu seinem Einsatz in einem Produkt und dessen Lebenszyklusende.

Quelle: IKK

Alles zum Thema Biokunststoffe

Eine Hand reißt einen Papierstreifen weg. Darunter steht das Wort "Biokunststoff"
Wissenswertes über Biokunststoffe finden Sie in unserem Übersichtsartikel. (Bild: thingamajiggs - stock.adobe.com)

Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft müssen verschiedenste Rädchen ineinander greifen. Doch wie schaffen wir es, die Dekarbonisierung unserer Gesellschaft umzusetzen? Biokunststoffe sind ein wichtiger Hebel um diesem Ziel näher zu kommen. Doch was wird unter einem Biokunststoff eigentlich verstanden? Wo werden diese bereits eingesetzt? Und ist "Bio" wirklich gleich "Bio"? Wir geben die Antworten. Alles, was Sie zu dem Thema wissen sollten, erfahren Sie hier.

Sie möchten gerne weiterlesen?