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Das Ifo Institut hat seine Wirtschaftsprognose für 2022 nach unten korrigiert. (Bild: gunnar3000 - Fotolia)

„Die russische Attacke dämpft die Konjunktur über deutlich gestiegene Rohstoffpreise, die Sanktionen, zunehmende Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit“, sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Insgesamt geht durch den Anstieg der Verbraucherpreise allein im ersten Vierteljahr Kaufkraft von etwa 6 Mrd. Euro verloren. „Gleichzeitig dürften die vollen Auftragsbücher der Industrie und die Normalisierung bei Corona der Konjunktur einen kräftigen Schub geben.“ Im kommenden Jahr wird das Wachstum dann auf 3,3 bis 3,9 % zulegen. Die Inflation dürfte auf etwa 2,0 % zurückgehen.

 

Eckdaten der Prognose für Deutschland
Die Prognose des Ifo Instituts beruht auf den aufgeführten Zahlen. (Bild: Ifo Institut)

Wegen der unsicheren Lage berechnete das Ifo Institut zwei Prognosen, die unter anderem eine unterschiedliche Entwicklung der Energiepreise unterstellen. Sie wirken sich in diesem Jahr insbesondere auf die privaten Konsumausgaben aus: Sie könnten zwischen 3,7 und 5,0 % steigen. Die Ausrüstungsinvestitionen der Unternehmen werden zwischen 0,0 und 3,9 % steigen. Die Arbeitslosigkeit allerdings dürfte kaum unterschiedlich ausfallen, das Ifo rechnet mit 2,27 bis 2,29 Mio. Menschen. Jedoch dürfte die Kurzarbeit im pessimistischen Szenario deutlich zunehmen.

Das optimistische Szenario nimmt an, dass der Ölpreis von derzeit 101 Euro pro Fass schrittweise sinkt auf 82 Euro zum Jahresende, und der Preis für Erdgas sinkt parallel dazu von 150 Euro pro Megawattstunde auf 108. Im pessimistischen Szenario steigt Öl auf 140 Euro pro Fass bis Mai und sinkt dann erst ab auf 122 zum Jahresende. Erdgas dürfte hierbei bis Mai ansteigen auf 200 Euro und dann nach und nach auf 163 Euro pro Megawattstunde sinken.

Quelle: Ifo Institut

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