Hyprid-Recyclinganlage

In Damazan, Frankreich, eintsteht mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 70 kt Kunststoffabfall pro Jahr die größte Hybrid-Recyclinganlage Frankreichs. (Bild: Valoregen)

Die Anlage entsteht im französischen Damazon und soll voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2023 in Betrieb gehen. Hierin werden klassisches, mechanisches Recycling, das bestimmte Kunststoffabfälle zu Sekundärprodukten verarbeitet, und fortschrittliche, chemische Recyclingverfahren eingesetzt, bei denen gemischte Kunststoffe in ihre ursprüngliche Naphtha-Form zerlegt werden, um neuwertige Polymere für die Kunststoffproduktion zu erhalten.

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

Wieviel Tonnen Kunststoffabfälle man künftig recyceln will

Valoregen hat sich zum Ziel gesetzt, ein Ökosystem zu schaffen, das alle möglichen Kunststoffabfälle an einem Ort recyceln kann. Beide Recyclingtechnologien ergänzen einander und sind wesentlich, um Dows Verpflichtung zu erfüllen, bis zum Jahr 2025 mindestens 100.000 t Recyclingmaterial in die Produkte einzuarbeiten, die es in der Europäischen Union verkauft.

„Die Recyclingquoten für Kunststoffe sind viel zu niedrig und wir müssen daran arbeiten, die Technologie zu verbreiten und Kunststoffabfälle marktfähig zu machen. Unsere Investition in Valoregen wird dazu beitragen, den Anteil an mechanischem Recycling zu erhöhen, die Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe zu fördern und gleichzeitig Kohlenstoffemissionen zu senken,“ erklärt Fabrice Digonnet, Leiter mechanische Recyclingstrategie bei Dow Packaging & Specialty Plastics.

Thierry Perez, Präsident von Valoregen, ergänzt: „Unser engagiertes Team hat eine konkrete, agile Lösung entwickelt, welche die Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen und die Dekarbonisierung vorantreibt. Dank dieser Innovation wird Recycling für technische High-End-Verpackungsanwendungen möglich. Wir sind froh, in engem Schulterschluss mit Dow derartige Kreislauflösungen entwickeln zu können.“

Wie effizient ist die neue Anlage?

Die Zusammenführung dieser Technologien unter einem Dach wird die Energieeffizienz der Anlage erhöhen, indem sie dank des intelligenten Energiemanagementsystems eine Ausbeute von mehr als 80 % erzielen und dabei zugleich die Abfallmenge reduzieren. Dies liegt laut Angaben deutlich über dem durchschnittlichen Wirkungsgrad einer herkömmlichen mechanischen Recyclinganlage von etwa 60 bis 70 %. Überdies wird Valoregen sämtliche, bei diesen Prozessen anfallenden Kohlenstoffemissionen verringern, indem das Unternehmen den Transport von Abfallprodukten zu verschiedenen Standorten einschränkt.

Dow wird Hauptabnehmer von Valoregens Post-Consumer-Rezyklaten und wird diese zur Entwicklung neuer Kunststoffprodukte unter dem Markennamen Revoloop verwenden. Das Unternehmen wird Valoregen auch mit umfangreichem Fachwissen im Bereich Recyclingtechnologie unterstützen.

 

Mechanisches Recycling macht derzeit den größten Teil des Kunststoffrecyclings aus, die Quoten sind jedoch niedrig. Beide Unternehmen wollen daran arbeiten, das Ökosystem durch fortschrittliches, chemisches Recycling vollständig zu entwickeln. Der Standort wurde von der zuständigen Behörde für den Schutz der Umwelt (I.C.P.E. - Installation Classée pour la Protection de l’Environnement) genehmigt.

Die Investition wurde durch Dows Venture-Capital-Abteilung strukturiert und geleitet, welche sich auf strategische Investitionen in innovative Start-up-Unternehmen konzentriert, die das Geschäftswachstum und die Wertschöpfung von Dow ermöglichen und beschleunigen.

Quelle: Dow

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