Weltweit erzielte die Marke um fünf Prozent höhere Erlöse und der Gruppenumsatz des traditionsreichen Familienunternehmens übersprang mit 518 Mio. Euro erstmals die halbe Milliarde. Der Marktanteil lag im vergangenen Jahr bei 8,4 Prozent. Laut Eurotoys bedeutet das erstmals Platz 2 im Ranking der Top 50 Hersteller im traditionellen Spielwarenmarkt 2008/2009 nach Lego und vor Mattel.

Seit der Markteinführung 1974 bevölkern rund 2,3 Milliarden Playmobil-Figuren die Kinderzimmer. Der weltweite Umsatz der Marke legte 2009 um fünf 5 Prozent auf 474 Mio. Euro zu. Größten Anteil am Umsatzanteil des Auslandes von weiterhin 68 Prozent haben die zwölf Vertriebstöchter. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Auslandsmärkten unter dem Eindruck der weltweiten Finanz- und Wirtschaftkrise uneinheitlich. Frankreich ist weiterhin die mit Abstand umsatzstärkste Vertriebstochter. Ein überragendes Jahr verbucht Playmobil UK. Dort konnten die Umsätze deutlich zweistellig gesteigert werden. Die Distribution in Fernost und Osteuropa verläuft zufriedenstellend, wenn auch auf einem niedrigen Niveau. Von Anfang an war hier eine langfristige Perspektive angelegt.

Andrea Schauer, Geschäftsführerin Entwicklung, Marketing, Vertrieb, sieht die Hauptstrategie für die internationale Vermarktung von Playmobil für die Folgejahre unter dem Thema „Differenzierung“.  Vergleichbare Ländermärkte werden definiert und die Bearbeitung dieser Märkte wird mit einem abgestimmten Vertriebs- und Marketing-Konzept erfolgen. Das Budget für Werbung wird in Bereichen mit Handlungsbedarf um zirka fünf Prozent gegenüber Vorjahr erhöht.

850 neue Spritzgussformen

Zur Nürnberger Spielwarenmesse (4. bis 9. Februar) präsentieren die Playmobil-Kreativen ein innovatives Programm. Für die Produktion der Neuheiten war ein Invest von 22 Mio. Euro für 850 neue Spritzgussformen notwendig.

Zu den neuen Produkten, die im Laufe des Jahres 2010 auf den Markt kommen werden, zählen unter anderem Playmobil-Figuren in Badekleidung, die neue Spielwelt Top Agents und ein neues großes Puppenhaus. Außerdem laufen im Weltmeisterschaftsjahr auch wieder die Fußballer auf.

Mit Blick auf das Potential der vorgestellten Spielideen und der Vermarktungsstrategie prognostiziert Andrea Schauer für 2010 ein Umsatzwachstum wie im Vorjahr: „Wir haben die richtige Mannschaft, ein kapitalkräftiges Unternehmen und eine bekannte, begehrte Marke.“

Made in Europe

Der Standort im mittelfränkischen Dietenhofen ist die größte und leistungsfähigste Produktions- und Versandstätte für Spielzeug in Deutschland. Hier wird zirka 60 Prozent des Playmobil-Fertigungsvolumens bewältigt. Unter anderem entstehen hier täglich auf mehr als 400 Spritzgießmaschinen zirka 7 Mio. Teile. Das 2007 eingeführte 5-Schicht-System in Spritzerei und Druckerei hat sich bewährt und trägt zur Sicherung des Standorts bei, da die vorhandenen Fertigungskapazitäten in höchstem Maß effizient genutzt werden.

Eine herausragende Bedeutung im Produktionsverbund hat das hochmoderne Werk auf Malta. Playmobil Malta ist Exklusivfertiger der Playmobilfiguren, die in nahezu jeder Verkaufspackung enthalten sind. Außerdem entstehen dort alle Produkte der Playmobil 1.2.3-Linie für Kinder ab eineinhalb Jahren mit höchsten Anforderungen an die Spielzeugsicherheit. Insgesamt plant und produziert Playmobil Malta 9000 verschiedene Halb- und Fertigteile.

Der Montagebetrieb im tschechischen Cheb ist in die globale Supply Chain des Unternehmens integriert. Bei kontinuierlicher Auslastung in 2009 fertigten rund 200 Mitarbeiter Vorbeutel und Baugruppen für die Endproduktion in Dietenhofen sowie verpackungsintensive Fertigartikel in hohen Auflagen.

Am spanischen Fertigungsstandort wurden einige ausgewählte Artikel gefertigt, konfektioniert und verpackt.

Pflanzgefäße mit stabilen Umsätzen 

Mit Pflanzgefäßen der Marke Lechuza konnte der Kunststoffverarbeiter 2009 kein weiteres Wachstum erzielen. Erreicht wurde mit 33 Mio. Euro ein Umsatz auf Vorjahresniveau. Infolge der Finanzkrise war das Innenraumbegrünungsgeschäft – vor allem in den von Investoren dominierten Großprojekten – eingebrochen. Diese Auftragsausfälle konnten jedoch durch ein stark wachsendes Privatkundengeschäft kompensiert werden.

Nimmt man die positive Auftragsentwicklung seit Dezember 2009 zum Maßstab, so kann man mit einer weiterhin positiven Entwicklung für die noch junge Marke rechnen, mit der Firmenchef Horst Brandstätter seinem Ziel, für die Brandstätter-Gruppe ein weiteres starkes Markenstandbein zu schaffen, einen Schritt näher kommt.

Investitionsvolumen von 56 Mio. Euro

Der Gesamtumsatz der Brandstätter-Gruppe stieg gegenüber 2008 um 4,5 Prozent von 496 Mio. Euro auf 518 Mio. Euro und hat damit erstmals die Marke der halben Milliarde übersprungen. Im Jahr 2009 beschäftigte die Gruppe weltweit 3060 Mitarbeiter. Das sind im Jahresmittel knapp 90 Beschäftigte mehr als im Vorjahr. In Deutschland standen 2009 1703 Mitarbeiter auf den Lohn- und Gehaltslisten.

Alleininhaber Horst Brandstätter sieht sich durch das zehnte Rekordjahr in Folge in der erfolgreichen strategischen Ausrichtung des Unternehmens und seinem Invest in die Modernisierung und Kapazitätserweiterung der Fertigungsstätten bestätigt. Neben den Ausgaben von 22 Mio. Euro für Spritzgießformen sind 2010 weitere 30 Mio. Euro für Investitionen in die Fertigungsstandorte Dietenhofen und Malta vorgesehen. Insgesamt ist ein Investitionsvolumen in Höhe von 56 Mio. Euro zur Stärkung der beiden Marken Playmobil und Lechuza geplant.

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