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Patrick Koller, CEO von Faurecia. (Bildquelle: Faurecia Automotive)

Als Folge der vorübergehenden Schließung der meisten Produktionsstätten seiner Kunden weltweit, musste Faurecia mit Hauptsitz in Boulogne, Frankreich,  im Berichtszeitraum ebenfalls die Produktion an zahlreichen Standorte einstellen. Mit der raschen Ausbreitung der Pandemie in den verschiedenen Teilen der Welt war Asien (19 % des Konzernumsatzes im H1 2019) die erste Region, die mit einem Umsatztiefpunkt im Februar und einer allmählichen Erholung ab März betroffen war. Seit Mai liegen die Verkäufe von Faurecia in China über dem Niveau des Vorjahres.

Zwei Monate später erlebten Europa und Nordamerika (76 % des Gruppenumsatzes im H1 2019) im April einen Tiefpunkt bei den Verkäufen mit einer allmählichen Erholung ab Mai. Im Juni lagen die Verkäufe in Europa und Nordamerika immer noch 22 % bzw. 14 % unter dem Vorjahresniveau.

Erfolgreicher Aktionsplan

Angesichts dieser beispiellosen Situation setzte Faurecia nach eigener Auskunft unverzüglich einen strikten Aktionsplan um, um mit drei Schwerpunktmaßnahmen auf die Krise zu reagieren: Oberste Priorität hatte demnach die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter sowie die Schaffung von Voraussetzungen für eine sichere Wiederaufnahme der Produktion, wobei aus den Erfahrungen in China gelernt wurde. An zweiter Stelle stand die sorgfältige Steuerung der Liquidität der Gruppe und der Schutz einer soliden Finanzstruktur. Zu diesem Zweck hat Faurecia 600 Mio. EUR aus seiner syndizierten Kreditlinie in Höhe von 1,2 Mrd. EUR gezogen, einen neuen Club Deal in Höhe von 800 Mio. EUR unterzeichnet und sein Factoring-Programm auf das neu integrierte SAS-Geschäft ausgeweitet. Darüber hinaus hat der Verwaltungsrat den von den Aktionären auf der letzten Jahreshauptversammlung genehmigten Beschluss gefasst, die Dividende für 2020 zu streichen.

Der dritte Fokus lag darauf, zusätzlich zu den kontinuierlichen Verbesserungen seit Mitte 2018 schnelle Maßnahmen zur verbesserten Resilienz der Gruppe zu ergreifen, um die Auswirkungen des starken Umsatzrückgangs auf das Betriebsergebnis zu begrenzen.

Als Ergebnis dieses effizienten Aktionsplans konnte Faurecia den Rückgang des Betriebsergebnisses gegenüber dem Umsatzrückgang eindämmen. Durch Maßnahmen wie die Flexibilisierung der direkten und indirekten Arbeitskosten, die Flexibilisierung der Herstellungskosten, die Senkung der F&E-Nettokosten und die strikte Kontrolle der SG&A, erzielte Faurecia Einsparungen in Höhe von 536 Mio. EUR. Diese konnten die erwarteten Auswirkungen des geringeren Umsatzvolumens auf das Betriebsergebnis in Höhe von 1,3 Mrd. EUR abschwächen.

Der zum 30. Juni 2020 durchgeführte Werthaltigkeitstest integrierte neue Marktannahmen aufgrund der Auswirkungen von Covid-19. Der Test führte zu einer Wertminderung in Höhe von 150 Mio. EUR für Clarion Electronics, während für Seating, Interiors und Clean Mobility keine Wertminderung erforderlich war.

Zuversicht kehrt zurück

„Die rasche Umsetzung unserer Resilienz-Initiativen und zusätzliche Strukturmaßnahmen werden es uns ermöglichen, unsere Widerstandskraft weiter zu erhöhen und in der zweiten Jahreshälfte zu soliden Gewinnen und Cash-Generierung zurückzukehren“, sagte Faurecia CEO Patrick Koller. „Mittelfristig gibt uns unser Fokus auf die Key-Prioritäten in einem neuen Marktumfeld nach Covid-19 Zuversicht, dass wir in der Lage sein werden, unsere für 2022 angestrebten Rentabilitätsziele und Cash-Generierung zu erreichen.“

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