Sigfox-Bemis

Die in Kunststoffprodukte integrierte Tracker-Technologie macht zum Beispiel Einkaufwagen lokalisierbar.(Bildquelle: Kyryl Gorlov)

Der Einkaufswagenhersteller Bemis nutzt das 0G-Netz zur digitalen Nachverfolgung seiner Polymer-Einkaufswagen. Hierzu wurde ein 0G-Tracker untrennbar und damit manipulationssicher mit dem Produkt verbunden. Das Ziel ist ihre Ortung zum effizienteren Bestandsmanagement und zum Schutz vor Diebstahl, der auch in Deutschland nicht unerheblich ist: Laut Schätzung des Hauptverbandes des deutschen Einzelhandels (HDE) werden pro Jahr etwa 100.000 Einkaufswagen gestohlen. Gleiche Probleme gibt es weltweit. Das amerikanische Food Marketing Institute (FMI) schätzt beispielsweise, dass in den USA jährlich über 2 Millionen Einkaufswagen gestohlen werden. Bei Kosten von 100 bis 250 EUR pro Wagen sind es hunderte Millionen EUR, die der Einzelhandel jährlich an Verlusten einfährt. Diese kann der Einzelhandel vermeiden, wenn er 0G-netzbasierte Lösungen wie die von Bemis Retail Solutions einsetzt. Das US-amerikanische Unternehmen hat seine Polymer-Einkaufswagen mit Sigfox-0G-Trackern ausgerüstet, um ihren Standort zu lokalisieren und ihren Verbleib zu kontrollieren. Das Einkaufswagendesign aus Vollpolymer hat hier gleich zwei Vorteile: Es ist funkwellenfreundlicher als Metallwagen und kann vor allem auch den 0G-Tracker komplett unsichtbar integrieren. So lässt sich der Standort der Wagen jederzeit auf einer Karte anzeigen und die Bewegungshistorie jedes Wagens verfolgen.

Lokalisierung per Tracker in Echtzeit

Im sechsmonatigen Livebetrieb bei einem Einzelhändler in der Stadt Portland, USA, wurde die neue Lösung bereits getestet: In diesen sechs Monaten verlor der Einzelhändler trotz Sigfox-0G-Anbindung 22 Einkaufswagen. Zuvor hatte der Einzelhändler in einem Zeitraum von sechs Monaten jedoch durchschnittlich 55 Wagen verloren. Der Einsatz einer Telematik-Plattform, mit deren Hilfe Warnmeldungen abgesetzt werden konnten, wenn die Wagen einen bestimmten Umkreis um das Geschäft verließen, trug dazu bei, diese Art von Wagenverlusten besser kontrollieren zu können. Da die 0G-netzbasierte App Echtzeitdaten über den Standort eines jeden Wagens liefert, kann das Wagenrückholungsteam die verteilten Wagen heute effizient wieder einsammeln, sodass der bislang übliche Schwund im Bestand von nun an wirkungsvoll vermieden werden kann.

Sicheres Tracking

Dank der hohen Störsicherheit des Sigfox-Netzes kann man die Übermittlung der Standortdaten nicht unterbinden. Zudem senden die Tracker über viele Jahre Daten, ohne dass die Batterien aufgeladen werden müssen. Werden Signale beispielsweise nur einmal pro Tag abgesetzt, können Batterie-Standzeiten von teilweise bis zu zehn Jahren erwartet werden. Der lange störungs- und wartungsfreie Betrieb autonomer Sensoren ist dabei einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in Digitalisierungsprojekten. Er ist kostenseitig viel bedeutender als der Anschaffungspreis eines 0G-Sensors. Je länger die Standzeit ist, desto besser fällt die Amortisationsrechnung pro Tracking-System aus. Der getrackte Einkaufswagen ist nur ein Beispiel für die Möglichkeiten der Digitalisierung von Kunststoffprodukten wie Paletten und Transportboxen und weiterem Equipment, bei dem man den Verbleib ermitteln will oder eine Echtzeit-Überwachung sicherstellen möchte.

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