3 digitale Produktpässe

Der digitale Produktpass soll für mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette sorgen. (Bild: Circularise)

Die Unternehmen werden die Blockchain-basierte Software von Circularise zur Rückverfolgbarkeit von Lieferketten einsetzen, die einen digitalen Zwilling der physischen Materialien erstellt. Dieser Zwilling speichert Informationen zu den verwendeten Materialien über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg, sodass alle Beteiligten der Wertschöpfungskette das Material zurückverfolgen können. So können sie prüfen, woher die Materialien kommen und wie und wo sie verarbeitet wurden. Der Zwilling kann auch Daten zur Nachhaltigkeit speichern, wie beispielsweise den CO2-Fußabdruck der Materialien beziehungsweise der aus ihnen hergestellten Produkte.

 

Wieso datenbasierte Transparenz Vertrauen in nachhaltige Lösungen stärken kann

Lösungen zum Verbessern der Transparenz von Lieferketten sind in der Polymer- und Chemieindustrie besonders wichtig, da Materialien mehrere Verarbeitungsschritte durchlaufen und häufig mit anderen Materialien gemischt und gemeinsam verarbeitet werden. Insbesondere in der Anlaufphase nachhaltigerer und zirkulärer Wertschöpfungsketten können erneuerbare oder recycelte Materialien zusammen mit fossilen Materialien verarbeitet werden. Das macht es schwierig, Endprodukte mit geringerem CO2-Fußabdruck nachvollziehbar mit den erneuerbaren oder recycelten Materialien zu verknüpfen, aus denen sie hergestellt wurden. Solange Rohstoffe miteinander gemischt werden, muss ein großer Teil der erneuerbaren oder recycelten Produkte auf Basis der Massenbilanz zugeordnet werden, um die Endprodukte mit ihren Rohstoffen verknüpfen zu können.

Mit einem digitalen Lieferketten-Tracking möchten die Partner es den Akteuren der Wertschöpfungskette ermöglichen, dennoch überprüfbare Aussagen zu solchen Produkten zu tätigen. Gleichzeitig sorgt das Tracking für ein besseres Verständnis der Lieferketten, was zu einer höheren Transparenz führt, wenn es um Emissionen von Produkten über deren Lebenszyklus oder andere Nachhaltigkeitsfaktoren wie Biodiversität und Menschenrechte geht.

„Behauptungen rund um Nachhaltigkeit lassen sich leicht aufstellen, sind aber oft nur schwer nachzuweisen”, sagt Isabella Tonaco, Vice President Strategy Execution & Marketing des Geschäftsbereichs Renewable Polymers and Chemicals von Neste. „Dennoch sind Vertrauen und Glaubwürdigkeit entscheidende Faktoren, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Die Möglichkeit, alle in ein Produkt einfließende Materialien verfolgen zu können, bietet eine solide Grundlage, um dieses Vertrauen und diese Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Circularise, um der Polymer- und Chemieindustrie eine Lösung zur Rückverfolgbarkeit zur Verfügung zu stellen, mit der sie die notwendige Transparenz für ihre Wertschöpfungsketten herstellen und gewährleisten kann.”

 

Kunststoffrecycling: Der große Überblick

Mann mit Kreislaufsymbol auf dem T-Shirt
(Bild: Bits and Splits - stock.adobe.com)

Sie wollen alles zum Thema Kunststoffrecycling wissen? Klar ist, Nachhaltigkeit hört nicht beim eigentlichen Produkt auf: Es gilt Produkte entsprechend ihrer Materialausprägung wiederzuverwerten und Kreisläufe zu schließen. Doch welche Verfahren beim Recycling von Kunststoffen sind überhaupt im Einsatz? Gibt es Grenzen bei der Wiederverwertung? Und was ist eigentlich Down- und Upcycling? Alles was man dazu wissen sollte, erfahren Sie hier.

Wie für Datensicherheit gesorgt wird

Obwohl der Zweck der Zusammenarbeit darin besteht, die Transparenz und das Vertrauen zu erhöhen, legt Circularise auch großen Wert auf Vertraulichkeit. Durch die Verwendung einer öffentlichen Blockchain-basierten Infrastruktur und der proprietären Smart Questioning-Technologie des Start-ups können diese beiden Ziele in einer Lösung vereint werden, die den Austausch vertrauenswürdiger Daten und Informationen zwischen den Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette ermöglicht, ohne das geistige Eigentum oder den Schutz der Daten zu gefährden.

„Wir möchten die Kommunikationsbarrieren überwinden, die die Rückverfolgbarkeit der Lieferkette einschränken“, sagte Mesbah Sabur, der Gründer von Circularise. „Und wir arbeiten mit Lieferanten zusammen, deren Ziel es ist, eine echte Kreislaufwirtschaft zu schaffen, und die mit ihren Kunden und den Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten und Einblicke in ihre Produkte geben möchten, ohne aber ihre sensiblen Daten zu gefährden. Neste ist einer der Vorreiter in diesem Bereich und wir freuen uns auf diese Zusammenarbeit, um die Transparenz der Lieferketten und die Kreislaufwirtschaft weltweit zu verbessern.”

Quelle: Neste, Circularise

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Neste Chemicals GmbH

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40549 Düsseldorf
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