BGS-Standort

BGS-Standort in Saal a.d. Donau. (Bild: Markus Steur/BGS)

Dr. Andreas Ostrowicki
Dr. Andreas Ostrowicki leitet seit 2008 die BGS Beta-Gamma-Service. (Bild: BGS/Lina Sommer)

Am Standort in Wiehl fing für BGS alles an: Gestartet mit sieben Mitarbeitern und zwei Bestrahlungsanlagen, etablierte sich das eigentümergeführte Unternehmen in den 1980er Jahren als Pionier der Branche. Mit dem Bau seiner ersten Kobalt-60-Gammabestrahlungsanlage gelang es BGS im Jahr 1986, die Technologie bekannter zu machen und die Strahlensterilisation im großen Stil als Dienstleistung anzubieten. Fortan steigen Interesse und Bedarf: Insbesondere die Sterilisation von Medizinprodukten und Primärpackmitteln für Lebensmittel und Pharmazeutika ist gefragt. Als spezialisierter Anbieter auf dem Gebiet der Kunststoffveredelung durch Strahlenvernetzung entwickelt sich BGS über die Jahre zum Dienstleister für den Automobil- und Maschinenbau sowie den Bausektor.

Zukunftsthemen Strahlenvernetzung, 3D-Druck, Leichtbau, Recycling

Im Jahr 1986 kam dann auch der Standort Bruchsal hinzu, 2000 der Standort Saal an der Donau. Heute zählt BGS mehr als 190 Mitarbeiter an drei Standorten in Deutschland. Seit 2008 ist Dr. Andreas Ostrowicki Geschäftsführer von BGS. Der promovierte Chemiker modernisierte das Unternehmen weiter, führt industrielle Prozesse und Standards ein und macht es zu einem wichtigen Dienstleister für Kunden aus aktuell 28 Ländern. Für seine Erfolge, unter anderem in den Bereichen Strahlenvernetzung und 3D-Druck, Leichtbau und Recycling, erhielt das Unternehmen 2021 zum dritten Mal in Folge den Top-100-Award.

Versandhalle
BGS ist führend im Bereich industrielle Bestrahlungsdienstleistungen. (Bild: Markus Steur/BGS)

„Zukunftstechnologien wie der Leichtbau benötigen innovative Ideen und Materialien. Mit dem Upgrading von Standard-Polymeren wird eine höhere Ressourceneffizienz erreicht, die vernetzten Kunststoffe können in bestimmten Anwendungen teure Hochleistungskunststoffe oder schwere Metalle ersetzen. Das birgt hohe Potenziale, nicht nur für die Automobilindustrie. Auch die Strahlensterilisation hat sich gerade im letzten Jahr wieder als unverzichtbare Technologie und grundlegend für den Gesundheitsschutz erwiesen. Ohne sterile Materialien für die biopharmazeutische Industrie und Forschung gäbe es heute keinen Impfstoff gegen Covid-19“, erklärt Ostrowicki. Um den hohen Bedarf zu decken, investiert BGS auch in diesem Jahr in einen Ausbau seiner Kapazitäten und forscht mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie an neuen Anwendungen für ionisierende Strahlen.

BGS Irradiation Service Days im September

In diesem Jahr finden dann auch die BGS Irradiation Service Days 2021, eine virtuelle Messe rund um Themen der Strahlensterilisation und Strahlenvernetzung, statt. Am 29. und 30. September tauschen sich Experten und Anwender aus Industrie, Forschung und Verbänden auf der Messe zu aktuellen Fragestellungen aus. Im Bereich Sterilisation geht es in den Live-Vorträgen unter anderem um die Frage, was es braucht, um Sterilisationsprozesse erfolgreich durchzuführen und wie der Aufbau von Back-up-Lösungen zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit gelingen kann. Im Bereich Vernetzung geht es im Live-Programm unter anderem um Wissensaufbau rund um die Einsatzbereiche und Potenziale der Strahlenvernetzung und Materialfragen, auch in Bezug auf die Strahlenvernetzung in der additiven Fertigung. Die Teilnahme ist kostenlos, weitere Informationen folgen zeitnah über die Unternehmenskanäle.

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