Im Chempark Leverkusen hat Bayer MaterialScience mit den Bauarbeiten für eine neue Produktionsanlage zur Herstellung von Kohlenstoff-Nanoröhrchen (Carbon Nanotubes, CNT) begonnen. Die neue Anlage wird eine Kapazität von 200 t/a haben und sei damit die größte ihrer Art weltweit. Das Unternehmen investiert rund 22 Mio. Euro in Planung, Entwicklung und den Bau der Anlage, in der 20 neue Arbeitsplätze entstehen.

Im Anschluss an den offiziellen Baubeginn traf sich im Leverkusener Chempark die Innovationsallianz „CNT – Kohlenstoffnanomaterialien erobern Märkte“ (kurz: Inno.CNT) zu ihrer Auftaktveranstaltung. In dieser vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Allianz haben sich über 70 Partner aus Industrie und Wissenschaft zusammengeschlossen, um neue Technologien und Anwendungen von CNT-basierten Materialien zu entwickeln. Bei der zweitägigen Auftaktveranstaltung standen der fachliche Austausch unter den Partnern der Allianz sowie die Koordination der weiteren Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Im Rahmen der Inno.CNT werden insgesamt 80 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Davon stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung rund 40 Mio. zur Verfügung. Darüber hinaus wollen die beteiligten Unternehmen während und nach Abschluss der Projekte zusätzlich bis zu 200 Mio. Euro in die Weiterentwicklung dieser Technologien und Anwendungen investieren.

Bayer MaterialScience ist eines der wenigen Unternehmen, die in der Lage sind, Kohlenstoff-Nanoröhrchen im Industriemaßstab bei gleichbleibend hoher Qualität herzustellen. Seit 2007 ist bereits eine Pilotanlage mit 60 t Jahreskapazität im badischen Laufenburg in Betrieb. Mit diesem Know-how will Bayer nun einem Produkt aus dem Forschungslabor den Weg in eine breite Nutzung in gesellschaftlich relevanten Anwendungsgebieten wie Energie, Umwelt, Mobilität, Sicherheit oder auch dem Baubereich ebnen. Schon heute werden durch den Einsatz von Baytubes – dem Markennamen für Kohlenstoff-Nanoröhrchen von Bayer – hoch stabile und belastbare Werkstoffe mit deutlich reduziertem Gewicht hergestellt. Damit werden beispielsweise Rotorblätter von Windkraftanlagen energieeffizienter, Transportbehälter leichter oder Sportgeräte stabiler. Prognosen gehen von einem Marktwachstum für Kohlenstoff-Nanoröhrchen von 25 % pro Jahr aus. In etwa zehn Jahren soll der Weltmarkt für diese Produkte rund 2 Mrd. US-Dollar betragen.

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