Battenfeld Kunststoffmaschinen, Kottingbrunn/Österreich hat am 3. Januar 2008 beim Landesgericht Wiener Neustadt einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingereicht.

Dieser Schritt wurde notwendig, da ein überraschender und unangekündigter Wechsel in der Eigentümerschaft den Fortbestand des Unternehmens gefährdet. Das Management des mit 472 Mitarbeitern größten Arbeitgebers im Bezirk Baden bei Wien setzt alles daran, dass in Zusammenarbeit mit dem vom Gericht bestellten Masseverwalter eine zügige Abwicklung des Verfahrens durchgeführt und mit eventuellen Neuinvestoren ein auf solider Basis stehender Neubeginn des Unternehmens ermöglicht wird. Wie Georg Tinschert, seit 1. Dezember 2007 agierender Geschäftsführer, feststellt, verfügt das Unternehmen über ein sehr gutes Produktprogramm, einen großen treuen Kundenkreis und über Mitarbeiter, die ihr Bestes geben, um die Kunden zufrieden zu stellen. Die Auftragslage bezeichnet Tinschert als gut, so ist Battenfeld für die nächsten drei Monate voll ausgelastet. Alle Aufträge werden wie vereinbart erfüllt. Der vorläufige Gruppenumsatz für das Geschäftsjahr 2007 liegt bei zirka 85 Mio. Euro, beschäftigt werden weltweit rund 630 Mitarbeiter.

Nach dem Ausstieg des langjährigen Eigentümers SMS-Group, Düsseldorf, aus der Kunststofftechnik und der Schließung des Battenfeld Werkes in Meinerzhagen Ende 2005, hat die Münchener Investorengruppe, Adcuram Group, den Standort in Kottingbrunn mit 14 weltweiten Vertriebs- und Servicegesellschaften, sowie die deutsche Vertriebs- und Servicegesellschaft übernommen.

Während der Eigentümerschaft durch Adcuram ist es nicht gelungen, die Konsolidierung und Zusammenführung der Produktion in Kottingbrunn erfolgreich umzusetzen. Im August 2007 wurde das Service- und Ersatzteilgeschäft in die Battenfeld Kunststoffmaschinen Service GmbH abgespaltet, deren Eigentümer auch nach dem Verkauf der Kunststoffmaschinen GmbH, die Adcuram Group ist.

Der neue Eigentümer der Battenfeld Kunststoffmaschinen Ges.m.b.H., die britische Firma, OOD Private Equity Limited, London, hat sich bisher nicht zur Zukunft des Unternehmens geäußert. Eine seit einiger Zeit erforderliche Eigenkapitaleinlage, wurde weder vom Vor- noch vom Neueigentümer geleistet. Das Management sieht sich daher verpflichtet, den oben genannten Schritt zu setzen.

Die Unternehmensleitung von Battenfeld Kunststoffmaschinen sieht gute Chancen, das Unternehmen mit entsprechender Unterstützung durch Investoren, überbrückender Hilfe durch Land Niederösterreich und Arbeitsmarktservice, wieder flott zu bekommen. Entscheidend dabei wird sein, dass es gelingt, die Kontrolle über das kürzlich abgespaltene Service- und Ersatzeilgeschäft kurzfristig wieder zurück zu erlangen und durch Konzentration auf die wesentlichen Produktbereiche und Ausweitung der eigenen Wertschöpfung die Herstellkosten zu reduzieren. Zur Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen wurde die Wiener Anwaltskanzlei FWP Fellner Wratzfeld Partner beigezogen.

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Wittmann Battenfeld GmbH

Wiener Neustädter Str. 81
2542 Kottingbrunn
Austria